Pressemeldungen Jänner 2026
Rabitsch: Leistbarer Wohnraum braucht Verantwortung, nicht nur Marktlogik
„Die stark steigenden Mieten der vergangenen Jahre sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Markt allein dieses Problem nicht löst“, betont Vizebürgermeister Ronald Rabitsch. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis – und kein reines Anlageprodukt.“
Private Bauträger handeln nachvollziehbar nach wirtschaftlichen Interessen. Der Fokus liegt dabei jedoch häufig auf Profitmaximierung, auf dem Bau für institutionelle Anleger oder auf hochpreisigen Projekten. Wohnungen werden zunehmend als Anlageobjekte errichtet und stehen nicht selten leer. Die Wohnbedürfnisse der Klagenfurterinnen und Klagenfurter geraten dabei ins Hintertreffen.
Linz setzt seit Jahren konsequent auf einen hohen Anteil an gemeinnützigem Wohnbau und nimmt damit aktiv Einfluss auf Mietpreise und Wohnungsverfügbarkeit. Klagenfurt weist im Vergleich dazu eine deutlich niedrigere Gemeinnützigkeitsquote auf – mit spürbaren Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.
„Der Vergleich mit Linz macht deutlich: Wo die öffentliche Hand Verantwortung übernimmt und gemeinnütziger Wohnbau gestärkt wird, bleibt Wohnen leistbarer“, so Rabitsch. „Das ist kein ideologischer Zugang, sondern ein bewährtes Modell.“
Der städtische Wohnbau ist daher kein Experiment, sondern ein notwendiges Instrument, um gegenzusteuern. Während private Bauträger renditeorientiert arbeiten, verfolgt die öffentliche Hand eine andere Zielsetzung:
„Es geht nicht darum, private Bauträger zu verdrängen“, stellt Rabitsch klar. „Aber dort, wo der Markt versagt, muss die Stadt handeln. Klagenfurt braucht mehr gemeinnützigen und leistbaren Wohnraum – nach dem Vorbild erfolgreicher Städte wie Linz.“
Abschließend betont der Vizebürgermeister: „Wer leistbares Wohnen ernsthaft sichern will, darf sich nicht ausschließlich auf Marktmechanismen verlassen. Öffentlicher und gemeinnütziger Wohnbau sind ein zentraler Teil der Lösung – nicht das Problem.“