Pressemeldungen Jänner 2026
Nach Brandtragödie in Crans-Montana: Klagenfurt soll Sicherheitsstandards deutlich verschärfen
Nach einem tragischen Brandunglück in der Schweiz, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen, fordert der Klagenfurter Gemeinderat Mag. René Cerne ein deutliches Umdenken bei der Sicherheit von Veranstaltungsorten. Besonders betroffen zeigt sich Cerne darüber, dass vor allem junge Menschen Opfer der Katastrophe wurden.
„Wir sind betroffen, traurig und zugleich in der Verantwortung“, betont Cerne. „Gerade jetzt braucht es keine Relativierungen, sondern klares und entschlossenes Handeln. Sicherheit muss oberste Priorität haben.“
Der Gemeinderat erinnert daran, dass es auch in Österreich in den vergangenen Jahren schwere Brandereignisse gegeben hat, unter anderem in Graz. Dass sich solche Vorfälle wiederholen, sei nicht hinnehmbar. Für Klagenfurt bedeute das, Veranstaltungsstätten aller Art lückenlos zu überprüfen, unabhängig von Größe, Betreiber oder Bekanntheit.
Im Fokus stehen dabei funktionierende Brandschutzmaßnahmen, freie und klar gekennzeichnete Fluchtwege, technische Sicherheitseinrichtungen sowie ausreichend geschultes Personal. Laut Cerne müsse Sicherheit für Besucherinnen und Besucher sichtbar und verständlich sein. Dazu zählen auch klare Hinweise und kurze Sicherheitsinformationen, ähnlich wie in Flugzeugen. Im Ernstfall zähle jede Sekunde.
Einmalige Genehmigungen oder seltene Überprüfungen seien nicht ausreichend. Denkbar seien regelmäßige Kontrollen durch die Berufsfeuerwehr, insbesondere während laufender Veranstaltungen. Diese könnten fachlich fundiert und praxisnah durchgeführt werden und würden die Sicherheit deutlich erhöhen.
Gleichzeitig betont Cerne, dass Veranstalter nicht allein gelassen werden dürfen. Sie sollen aktiv unterstützt werden, damit Sicherheitsvorgaben nicht nur erfüllt, sondern auch verstanden und gelebt werden. Sicherheit sei kein Hindernis für Veranstaltungen, sondern eine Grundvoraussetzung dafür.
Klagenfurt habe in den vergangenen Jahren bereits bewiesen, dass die Stadt Vorreiter sein könne, etwa im Umwelt- und Klimaschutz. Dieses Engagement müsse nun auch auf den Bereich Sicherheit, Risiko- und Katastrophenschutz ausgeweitet werden.
Abschließend regt Cerne an, gemeinsam mit dem Land Kärnten, Forschungseinrichtungen und der BABEG ein Projekt zu starten, das moderne Technologien wie digitale Zwillinge und KI-gestützte Systeme zur Einsatzkoordination nutzt. Damit könne Klagenfurt eine Vorreiterrolle in Sachen präventiver Sicherheit übernehmen.
„Für unsere Jugend, für alle Besucherinnen und Besucher und für ein sicheres Ausgehen in unserer Stadt“, so Cerne abschließend. „Klagenfurt kann Verantwortung übernehmen, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.“
Foto: Symbolbild