Pressemeldungen Jänner 2026
Mehr Geisterfahrer auf Autobahnen: Kärnten Spitzenreiter
Laut der Ö3 Statistik gab es 2025 insgesamt 425 Meldungen über Falschfahrer auf Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich. Das ist ein Anstieg um sechs Prozent gegenüber 2024. Bei 13 Unfällen wurden zwei Menschen getötet, vier schwer und 13 leicht verletzt.
Erstmals kommen die meisten Meldungen aus Kärnten. 93 Mal musste Geisterfahrer Alarm ausgelöst werden. Der Bereich zwischen Klagenfurt und Villach sticht mit 69 Meldungen hervor. Im Knoten Villach versucht die ASFINAG mit zusätzlichen Schildern und einem Farbleitsystem gegenzusteuern. Die Zahl der Meldungen sank dort leicht von 18 auf 15. Weitere Verbesserungen sollen mit dem Umbau des Knotens ab 2028 kommen.
Die häufigsten Ursachen für Geisterfahrten sind laut ASFINAG Fehlverhalten und Fahruntüchtigkeit. Alkohol, Drogen, Unachtsamkeit und Überforderung spielen eine große Rolle. Immer öfter vertrauen Lenker blind auf das Navigationsgerät und wenden, wenn das Navi dazu auffordert. Ein Beispiel ist ein Lkw Lenker, der im März 2025 auf Anweisung seines Navis zwischen der A 1 und A 7 wenden wollte.
Die ASFINAG analysiert jährlich alle Meldungen, um Probleme zu erkennen und Beschilderung oder Markierungen zu verbessern. Trotzdem gibt es Grenzen. Manche Fahrer drehen auf Autobahnen bewusst um, etwa vor Mautstellen. Im März 2025 stoppte die Polizei einen Mann auf der A 13, der wegen fehlendem Geld auf der Firmenkarte umkehrte. Am 25. Jänner wurde ein deutscher Fahrer im Bosruck Tunnel gestoppt, der ebenfalls wegen einer nicht funktionierenden Karte umgedreht hatte.
Laut ASFINAG Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner helfen Maßnahmen wenig, wenn die Ursache menschliches Fehlverhalten ist.
Empfohlenes Verhalten bei Geisterfahrer Warnung: Ruhe bewahren, Geschwindigkeit reduzieren, Abstand erhöhen, auf dem rechten Fahrstreifen bleiben, nicht überholen und nach Möglichkeit beim nächsten Rastplatz stoppen, bis es Entwarnung gibt.
Foto: Google Street View