Pressemeldungen Jänner 2026
Lehrlingsausbildung in Gemeinden sichert Fachkräfte
Mit dem heutigen Start der Kärntner Lehrlingsmesse, die auch heuer wieder tausende Lehrlinge und Interessierte aus ganz Kärnten in die Klagenfurter Messehalle bringt, rückt die Lehrlingsausbildung einmal mehr in den Mittelpunkt. Auch das Gemeinde-Servicezentrum (GSZ) ist als Aussteller vor Ort und informiert über die zentrale Lehrlingsausbildung für Kärntner Gemeinden und Gemeindeverbände.
Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner betont die unverzichtbare Bedeutung dieses Programms: „Die Lehrlingsmesse zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und attraktiv die Ausbildungswege in Kärnten sind. Unsere Gemeinden spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit der Gemeindelehrlingsausbildung sichern wir qualifizierte Fachkräfte direkt in den Regionen und schaffen gleichzeitig Perspektiven für junge Menschen in ihrer Heimat.“
Seit der Einführung der zentralen Lehrlingsausbildung im Jahr 2021, die über das GSZ abgewickelt wird, hat sich das Programm kontinuierlich weiterentwickelt. Insgesamt wurden bisher 98 Lehrlinge betreut, 54 davon haben ihre Lehrabschlussprüfung bereits erfolgreich absolviert, 44 befinden sich derzeit in Ausbildung. Besonders erfreulich ist die hohe Erfolgsquote der Abschlüsse sowie der starke Lehrlingsjahrgang 2025 mit 17 neuen Lehrlingen.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die gezielte Unterstützung der Ausbildungsgemeinden. Fellner: „Viele Gemeinden haben erkannt, wie wertvoll es ist, Fachkräfte selbst auszubilden. Um diesen Weg weiter zu stärken, setzen wir auch 2026 auf eine gezielte finanzielle Förderung.“
Die ersten 20 Gemeinden, die im September 2026 einen Lehrling aufnehmen, erhalten im ersten Ausbildungsjahr eine monatliche Förderung von 500 Euro zuzüglich Sonderzahlungen. Diese Unterstützung soll die Budgetbelastung reduzieren und einen zusätzlichen Anreiz zur Lehrlingsausbildung schaffen.
Das GSZ begleitet Gemeinden, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Lehrlinge während des gesamten Prozesses – von der Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten bis zur laufenden fachlichen Betreuung. Ergänzt wird das Programm durch Onboarding-Seminare, Vernetzungstreffen, regelmäßige Feedbackgespräche, Wissenschecks sowie Förderangebote wie Nachhilfe, insbesondere für Lehrlinge mit Maturaambitionen.
Fellner hebt die Vorteile für die Lehrlinge hervor: „Unsere Jugendlichen erhalten eine praxisnahe, hochwertige Ausbildung und bauen früh ein starkes Netzwerk auf. Auch wenn nicht jede Gemeinde eine fixe Übernahme garantieren kann, zeigt die Erfahrung: Wer in der Gemeindeverwaltung bleiben möchte, findet sehr gute berufliche Chancen, oft auch in umliegenden Gemeinden.“
Für 2026 sind weitere Entwicklungen geplant, darunter eine Exkursion nach Wien mit Fokus auf die Ausbilderinnen und Ausbilder sowie interaktive Workshops, in denen Lehrlinge aktiv ihre Ideen für die Fortbildungsplanung einbringen können.
Abschließend betont Fellner den Modellcharakter der Initiative: „Die zentrale Lehrlingsausbildung ist österreichweit einzigartig. Sie verbindet Qualität, Praxisnähe und regionale Verantwortung – und ist ein starkes Signal für die Zukunft unserer Gemeinden.“
Foto: Gemeindeservice-Zentrum