Pressemeldungen Jänner 2026
Lebenslanger Führerscheinentzug für Extremraser gefordert
Die Mobilitätsorganisation VCÖ unterstützt den Vorstoß von Salzburgs Landeshauptfrau Stellvertreter Stefan Schnöll, für Extremraser einen lebenslangen Führerscheinentzug zu ermöglichen. Extremraser seien eine kleine Minderheit, die Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer massiv gefährde.
VCÖ Expertin Katharina Jaschinsky sagt dazu: „Die Bevölkerung ist vor Rasern zu schützen. In den Händen von Rasern wird ein Auto zur gefährlichen Waffe. Die Ermöglichung eines lebenslangen Führerscheinentzugs für Extremraser ist aus Verkehrssicherheitssicht voll und ganz zu unterstützen.“
Derzeit kann ein Fahrzeug beschlagnahmt und versteigert werden, wenn im Ortsgebiet das Tempolimit um mehr als 80 Kilometer pro Stunde oder außerhalb des Ortsgebiets um mehr als 90 Kilometer pro Stunde überschritten wird. Diese Maßnahme greift jedoch nicht bei Leasing, Miet oder Firmenfahrzeugen. Ein lebenslanger Führerscheinentzug könne hier eine wirksamere und vorbeugende Wirkung haben. „Weniger Raser bedeutet mehr Verkehrssicherheit“, so Jaschinsky.
Wie gefährlich überhöhte Geschwindigkeit ist, zeigt der Anhalteweg. Bei Tempo 50 steht ein Auto auf trockener Fahrbahn nach 24 Metern. Bei Tempo 110 beträgt der Anhalteweg 87 Meter. Nach 24 Metern fährt das Fahrzeug noch mit voller Geschwindigkeit weiter. Mit steigender Geschwindigkeit verlängert sich der Anhalteweg deutlich und das Unfallrisiko steigt.
Der VCÖ fordert zusätzlich ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Tempoüberschreitungen kein Kavaliersdelikt sind. Tempolimits seien Höchstgeschwindigkeiten und keine Mindestgeschwindigkeiten. Auch die derzeit hohen Toleranzgrenzen in Österreich seien aus Sicht der Verkehrssicherheit problematisch und sollten gesenkt werden. Erwachsene hätten zudem eine wichtige Vorbildwirkung gegenüber Kindern und Fahranfängern.