Pressemeldungen Jänner 2026
Kaiser sieht Social Media Verbot nur als kurzfristige Notlösung
In der aktuellen Diskussion über ein mögliches Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche sprechen sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und Jugendschutzreferent Peter Reichmann für einen langfristigen und differenzierten Zugang aus.
Kaiser sagt: „Ein zeitlich befristetes Social Media Verbot für Jugendliche kann im äußersten Fall eine kurzfristige Notwehrmaßnahme sein, um akute Gefahren einzudämmen. Es bekämpft jedoch ausschließlich Symptome nicht die Ursachen der immer weiter ausufernden Risiken.“
Der Landeshauptmann betont, dass die Europäische Union stärker eingreifen müsse. Ziel müsse es sein, Kinder, Jugendliche und die Demokratie wirksam zu schützen. „Wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen und damit auch unsere demokratische Gesellschaft nachhaltig schützen wollen dann müssen wir dort ansetzen wo die Probleme entstehen bei den Geschäftsmodellen und Algorithmen großer Plattformen wie TikTok Snapchat X und anderer“, so Kaiser.
Aus Sicht Kaisers braucht es eine Verschärfung des Digital Services Act. Plattformbetreiber sollen verpflichtet werden, gefährdende Inhalte und extremistische Propaganda durch klare Regeln und Steuerung zu verhindern.
Auch Jugendschutzreferent Peter Reichmann warnt vor den Auswirkungen sozialer Medien. „Wir sehen täglich mit welchen psychischen und sozialen Belastungen Kinder und Jugendliche konfrontiert sind. Ein pauschales Verbot greift zu kurz. Schutz muss dort ansetzen wo sich junge Menschen aufhalten auf den Plattformen selbst“, sagt Reichmann.
Beide betonen, dass es nicht um Zensur gehe, sondern um den Schutz von Menschen und demokratischen Werten. Europa müsse jetzt handeln und dürfe nicht länger wegschauen.