Pressemeldungen Jänner 2026
kärnten.museum präsentiert Programm für 2026
Das kärnten.museum stellte am Mittwoch sein Programm für 2026 vor. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf der Weiterentwicklung mehrerer Standorte, auf neuen Ausstellungsformaten und auf internationalen Kulturkooperationen. Nach dem Erinnerungsjahr 2025 will das Museum erneut Geschichte, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden.
Zu den größeren Projekten zählen die Neugestaltung des Archäologischen Parks Magdalensberg, die Modernisierung des Freilichtmuseums Maria Saal sowie ein neuer Museumspavillon an der KZ-Gedenkstätte Loibl Nord. Am Klagenfurter Kreuzbergl entsteht ab 2026 ein besonderer „Standort im Standort“: Im ehemaligen Luftschutzstollen wird unter dem Titel ÜBER.LEBEN ein Erlebnisraum zu Natur, Geschichte und Biodiversität eingerichtet. Auch das Ingeborg-Bachmann-Haus in Klagenfurt wird weiter ausgebaut.
Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser bezeichnete das kärnten.museum als „das lebendige Gedächtnis unseres Landes“. Das Museum sei ein Ort, der Vergangenheit reflektiere und Zukunft mitgestalte. Als Beispiel nannte er die internationale Resonanz auf die Ausstellung „Hinschaun! Poglejmo“, die im slowenischen Parlament gezeigt wird. Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann kündigte Kaiser eine Sonderausstellung sowie einen eigenen Bachmann-Raum im Gailtal-Museum an.
Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch zog eine positive Bilanz: 2025 verzeichneten das kärnten.museum und seine Außenstellen 124.000 Besucherinnen und Besucher – ein Plus von acht Prozent gegenüber 2024. Neu hinzugekommen sind das Ingeborg-Bachmann-Haus in Klagenfurt und das Pilgermuseum in Globasnitz. Muchitsch betonte den gesellschaftlichen Auftrag des Museums und verwies auf das Projekt „Tor zur Demokratie“, das junge Menschen für demokratische Werte gewinnen soll.
Das Programm 2026 reicht von archäologischen Themen im Kontext des Koralmbahnbaus über regionale Bezüge zur Steiermark bis hin zu international beachteten Sonderausstellungen wie einer Hommage an Ingeborg Bachmann. Themenschauen widmen sich zudem Klimawandel, Erinnerungskultur, den Hochalpen, den Kindertransporten jüdischer Kinder 1938/1939 sowie Sammlungsbeständen zu Ägypten.
Geplant sind außerdem Kooperationen mit dem Carinthischen Sommer, dem Österreichischen Alpenverein, Universitäten und Kunsthochschulen. Performative Formate, Multimedia-Projekte und Design-Events sollen junge Zielgruppen ansprechen. Auch die Barrierefreiheit wird weiter ausgebaut – unter anderem mit Blindenleitsystemen, Audioguides in mehreren Sprachen und einer eigenen App.
Weitere Infos: https://landesmuseum.ktn.gv.at/
Foto: LPD Kärnten/Bauer