Pressemeldungen Jänner 2026
Drohne gefährdete Rettungshubschrauber im Skigebiet Gerlitzen
Am 30. Dezember 2025 kam es gegen 13.10 Uhr im Skigebiet Gerlitzen zu einem gefährlichen Zwischenfall mit einer Drohne. Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Neugartenabfahrt während eines laufenden Rettungseinsatzes.
Kurz nach 13.00 Uhr musste der Rettungshubschrauber ARA 3 wegen eines Einsatzes neben der Skipiste landen. Der Hubschrauber wurde vor Ort durch die Alpinpolizei eingewiesen. Nachdem der Hubschrauber gelandet war, tauchte plötzlich eine Drohne im Nahbereich auf. Diese flog in weiterer Folge mehrere Hundert Meter entlang der Neugartenpiste und verschwand aus dem Sichtfeld des einschreitenden Beamten.
Zur selben Zeit befand sich auch der Rettungshubschrauber ALPIN 1 über der Gerlitzen im Flug. Dieser war nach einer Patientenübergabe im LKH Villach auf dem Rückflug zu seinem Stützpunkt nach Patergassen. Der Pilot von ALPIN 1 wurde über Funk vor der Drohne gewarnt, da diese für den Hubschrauber im Flug eine erhebliche Gefahr darstellte. Der Hubschrauber konnte daraufhin seine Flugroute anpassen.
Dabei handelte es sich um einen 14-jährigen deutschen Staatsbürger. Er hatte die Drohne vom Balkon seines Hotelzimmers aus gestartet und den Flug außerhalb seines direkten Sichtfeldes ausschließlich über die Kameraaufzeichnung durchgeführt. Seine Mutter war ebenfalls vor Ort.
Die Drohne war weder registriert noch konnte eine vorgeschriebene Haftpflichtversicherung vorgewiesen werden. Zudem erfolgte der Flug außerhalb des Sichtfeldes des Piloten und beeinflusste den laufenden Rettungseinsatz.
Der Jugendliche wurde nach dem Luftfahrtgesetz bei der Bezirkshauptmannschaft Villach angezeigt.
Foto: Symbolbild