Pressemeldungen Februar 2026
Weniger Risiko durch zu viele Medikamente im Alter

Viele ältere Menschen nehmen täglich mehrere Arzneimittel ein. Mit jeder zusätzlichen Verordnung steigt die Gefahr von Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und unnötigen Krankenhausaufenthalten. „Wenn viele Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, wächst das Risiko unerwünschter Wirkungen deutlich“, erklärt Apothekerin Iris Wille, Leiterin der Anstaltsapotheke des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt.
Um diese Risiken zu verringern, überprüfen Ärzte und Pharmazeuten die Medikamentenpläne gemeinsam und passen sie bei Bedarf an. Besonders im Fokus stehen ältere Patienten mit Herzschwäche, die häufig mehrere Arzneimittel benötigen. Geprüft wird, ob alle Medikamente notwendig sind, richtig dosiert werden und sich gegenseitig vertragen.
Auch Übergänge im Behandlungsverlauf gelten als heikle Momente. „Gerade bei Aufnahme oder Entlassung passieren häufig Medikationsfehler“, sagt Internist Primar Hans Peter Gröchenig. Durch die gemeinsame Kontrolle sollen solche Risiken früh erkannt und vermieden werden.
Ziel ist es, die Medikation vom Krankenhausaufenthalt bis zur Entlassung durchgehend zu überprüfen und verständlich zu dokumentieren. Patienten werden dabei aktiv eingebunden und über ihre Medikamente informiert.
Durch die enge Zusammenarbeit mit der Anstaltsapotheke des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt soll die Behandlung sicherer werden und älteren Menschen mehr Schutz im Umgang mit Medikamenten bieten.
Foto: Barmherzige Brüder