Pressemeldungen Februar 2026
VCÖ: Transporträder in Städten stärker nutzen
Der Zustell- und Lieferverkehr in Städten sorgt durch häufiges Stop-and-Go für besonders hohe CO2-Emissionen, Luftschadstoffe und Lärm. Der Verkehrsclub Österreich VCÖ sieht daher großes Potenzial im verstärkten Einsatz von Transporträdern. Auch in Klagenfurt könnten deutlich mehr Lieferfahrten mit sogenannten Cargo-Bikes statt mit Pkw oder Kleintransportern erledigt werden.
In Wien ist es jede dritte. Mehr als die Hälfte dieser kurzen Wege wird mit dem Auto zurückgelegt. Laut VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky sind viele dieser Fahrten ideal für Transporträder geeignet. Eine europäische Studie belegt, dass jede dritte Güter- und Dienstleistungsfahrt kürzer als sieben Kilometer ist und weniger als 200 Kilogramm transportiert werden.
Die Verkaufszahlen von Transporträdern steigen auch in Österreich stark an. Wurden im Jahr 2019 noch 514 Stück verkauft, waren es 2024 bereits 7.977. Dennoch liegt Österreich deutlich hinter Ländern wie den Niederlanden, wo schon seit Jahren zehntausende Cargo-Bikes gewerblich im Einsatz sind.
Abgas- und Lärmbelastung sinken, Straßen werden entlastet und die Parkplatzsituation verbessert sich. Auf einem Pkw-Stellplatz finden bis zu vier Transporträder Platz.
Der VCÖ fordert daher bessere Rahmenbedingungen. Breite und sichere Radwege, Tempo-30-Zonen, die Öffnung von Fußgängerzonen für den Radverkehr sowie Logistik-Hubs, von denen aus Waren mit Transporträdern verteilt werden, könnten den Umstieg erleichtern. Auch sogenannte Null-Emissionszonen, wie es sie bereits in mehreren niederländischen Städten gibt, würden den Einsatz emissionsfreier Lieferfahrzeuge fördern.
Zudem spricht sich der VCÖ für einheitliche EU-Vorgaben bei Ladeanschlüssen für E-Bikes aus. Das würde insbesondere für größere Unternehmensflotten das Laden erleichtern und den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur unterstützen.
Foto: Mein Klagenfurt/Symbolbild