Pressemeldungen Februar 2026
SJG Kärnten warnt vor sozialer Schieflage bei Wehrpflichtanpassung
Die Sozialistische Junge Generation Kärnten übt scharfe Kritik an der aktuellen Diskussion zur Anpassung der Wehrpflicht. Aus Sicht der SJG droht eine weitere Verschärfung sozialer Ungleichheiten, solange Wehr- und Zivildiener weiterhin schlecht entlohnt werden.
„Solange Wehr- und Zivildiener schlecht bezahlt werden, ist jede Verlängerung sozial nicht zu rechtfertigen“, stellt Landesvorsitzender Paul Kofler klar. Junge Menschen würden bereits jetzt monatelang mit einem Taschengeld abgespeist, das in keinem Verhältnis zu den gestiegenen Lebenshaltungskosten stehe.
Kofler kritisiert, dass die Debatte an der Lebensrealität vieler junger Menschen vorbeigehe. Bevor über längere Dienstzeiten gesprochen werden könne, brauche es echte Verbesserungen für jene, die Wehr- oder Zivildienst leisten. „Wenn der Staat mehr verlangt, muss er auch mehr zurückgeben“, hält Kofler fest. Dazu zähle vor allem eine faire Entlohnung.
Besonders problematisch sieht die SJG Kärnten, dass eine Verlängerung der Wehrpflicht soziale Ungleichheiten weiter verschärfen würde. Jugendliche aus einkommensschwächeren Familien seien stärker betroffen, da sich Verzögerungen beim Berufseinstieg oder Studium für sie besonders negativ auswirken würden. „Sozialpolitik darf nicht auf dem Rücken junger Menschen ausgetragen werden“, so Kofler.
Die SJG Kärnten fordert daher, die Diskussion über die Wehrpflicht grundlegend neu zu führen. Zuerst müsse über soziale Absicherung und echte Perspektiven für junge Menschen gesprochen werden. „Junge Menschen brauchen Zukunftschancen, keine zusätzlichen Hürden“, erklärt Kofler
Foto: SJG