Pressemeldungen Februar 2026
Rund 300 Kärntner bereiten sich in Klagenfurt auf die Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium vor
Rund 300 junge Menschen aus Kärnten nehmen an diesem Wochenende am kostenlosen Vorbereitungskurs für den MedAT an der Universität Klagenfurt teil. Der Kurs richtet sich an angehende Medizinstudenten und soll sie gezielt auf die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung im Sommer vorbereiten.
Zum Auftakt begrüßte Gesundheitslandesrätin Beate Prettner die Teilnehmer persönlich. Sie zeigte sich beeindruckt vom großen Interesse und vom Engagement der jungen Menschen. „Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend zu sehen, wie viele motivierte junge Menschen Zeit und Energie in ihre Zukunft als Ärztinnen und Ärzte investieren. Ich wünsche allen viel Durchhaltevermögen und Erfolg beim MedAT“, sagte Prettner.
Der Vorbereitungskurs MedAT wird seit 2013 auf Initiative des Landes Kärnten über die MED-Servicestelle des Kärntner Gesundheitsfonds organisiert. Ziel ist es, Kärntner Bewerber bestmöglich zu unterstützen und ihre Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen. Die fachliche Begleitung übernehmen auch 2026 wieder erfahrene Coaches der Lernplattform medBuddy. Zusätzlich zum Kurs an diesem Wochenende findet am 7. März eine realitätsnahe Testsimulation statt, die durch ein Meet and Greet zum Austausch und zur Information ergänzt wird.
Auch heuer stehen wieder vier gewidmete Studienplätze für Kärnten zur Verfügung. Interessierte können sich dafür noch bis 1. April 2026 bei der MED-Servicestelle anmelden. Diese Plätze ermöglichen ein Medizinstudium auch dann, wenn der MedAT knapp nicht bestanden wird. Voraussetzung ist die Bereitschaft, nach dem Studium in Kärnten zu arbeiten. Studierende auf gewidmeten Plätzen erhalten zudem eine finanzielle Unterstützung von 1.000 Euro brutto monatlich ab Studienbeginn, absolvieren ihre klinische Ausbildung ohne Wartezeiten und erhalten eine Fixanstellung im öffentlichen Interesse.
Angesichts des großen Andrangs erneuerte Prettner ihre Forderung nach mehr regulären Studienplätzen. „Der enorme Zuspruch zeigt deutlich, dass wir in Österreich zu wenig Mediziner ausbilden. Der Bedarf im öffentlichen Gesundheitswesen steigt und darauf müssen wir reagieren“, betonte die Landesrätin. Zwar soll die Zahl der Studienplätze ab dem Studienjahr 2026/27 um 50 erhöht werden, doch jährlich stehen rund 15.000 Interessierte weniger als 2.000 Plätzen gegenüber.
Weitere Infos: www.medservicestelle.at/gewidmete-studienplaetze
Foto: Büro Prettner