Pressemeldungen Februar 2026
Live-Operation rückt Elisabethinen-Krankenhaus ins internationale Chirurgie-Interesse
Eine Live-Operation aus dem OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt wird in Zukunft spezialisierten Chirurgen aus dem internationalen Umfeld einen praxisnahen Einblick in eine besonders schonende OP-Technik bei Leistenbrüchen ermöglichen. In Echtzeit können sie den Eingriff verfolgen und interaktiv mit dem/der Operateur/in kommunizieren, um sich mit den operativen Details der sogenannten MILS-TAPP-Technik auseinanderzusetzen.
Als einziges Krankenhaus in Kärnten ist das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt Teil der international vernetzten LiSTO Academy, die moderne Operationsverfahren für Chirurg:innen weltweit zugänglich macht.
Leistenbrüche (Hernien) zählen zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen und betreffen vor allem Männer. Unbehandelt können sie Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Komplikationen verursachen. Die moderne Hernienchirurgie setzt daher zunehmend auf minimalinvasive Verfahren, die das operative Trauma deutlich reduzieren.
Als zertifiziertes Hernien-Kompetenzzentrum setzt das Klagenfurter Ordenskrankenhaus auf innovative OP-Methoden mit dem Ziel, Patienten eine rasche Erholung und stabile Langzeitergebnisse zu ermöglichen.
Die MILS-TAPP-Technik stellt eine Weiterentwicklung der bewährten TAPP-Methode dar. Durch den Einsatz extrem feiner, rund drei Millimeter dünner Instrumente werden Schnitte und Gewebebelastung deutlich reduziert. Für Patienten bedeutet das weniger postoperative Schmerzen, eine schnellere Mobilisation und ein nahezu narbenfreies Ergebnis.
Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt ist eine von wenigen Einrichtungen in Österreich, die diese Technik in der Leistenhernienchirurgie etabliert hat. Seit der Einführung wurden bereits über 50 Patienten erfolgreich operiert.
„Durch den Einsatz kleinster Instrumente können wir das operative Trauma deutlich reduzieren“, erklärt Dr. Andreas Grün, leitender Oberarzt und Leiter der Allgemeinchirurgie am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt. „Davon profitieren unsere Patienten durch weniger Schmerzen und eine raschere Erholung. Gleichzeitig ermöglicht das Live-Format einen intensiven fachlichen Austausch und eine praxisnahe Schulung von Kollegen auf internationaler Ebene.“
Foto: StudioHorst