Pressemeldungen Februar 2026
Klagenfurterin verkaufte ihr Auto, um von Online-Liebe 2,2 Milliarden US Dollar zu erhalten
Über einen Zeitraum von etwa vier Monaten täuschte ein derzeit unbekannter Mann einer 71-jährigen Frau aus Klagenfurt über einen Social-Media-Dienst eine Liebesbeziehung vor. Dabei gab er sich als Chirurg im Jemen aus.
Durch die gezielte Vortäuschung von Gefühlen brachte er die Frau dazu, seinen Forderungen nachzukommen. Am 6. Februar 2026 teilte er ihr mit, dass er sie mit einem Paket im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar beschenken werde. Für dieses Paket würden jedoch Zollkosten in der Höhe von mehreren tausend Euro anfallen. Diese solle die Frau in Form von Online-Gutscheinen bezahlen.
Die 71-Jährige kaufte daraufhin mehrere Gutscheine und übermittelte die Codes über den Social-Media-Dienst. Um auch den restlichen geforderten Betrag aufbringen zu können, verkaufte sie ihr Auto und erhielt dafür mehrere tausend Euro. Mit diesem Geld kaufte sie in einem Supermarkt weitere Gutscheine.
Eine aufmerksame Verkäuferin wurde misstrauisch und verständigte die Polizei. Die einschreitenden Beamten trafen die Frau noch vor Ort an und befragten sie zum Erwerb der Gutscheine. Aufgrund ihrer Schilderungen konnte ein Betrug nicht ausgeschlossen werden und es wurden weitere Erhebungen eingeleitet.
Gemeinsam mit dem Filialleiter des Supermarkts konnte eine Rückbuchung der gekauften Gutscheine durchgeführt werden. Dadurch konnte die Übermittlung der Gutscheincodes und ein daraus resultierender großer finanzieller Schaden verhindert werden.
Weitere Ermittlungen laufen.
Foto: Symbolbild