Pressemeldungen Februar 2026
Kärntner Siedlungswerk: Neuer, leistbarer Wohnraum für Welzenegg
In Welzenegg steht ein größeres Wohnbauvorhaben bevor. Das Kärntner Siedlungswerk, kurz KSW, hat heute ein neues Reconstructing Projekt in der Dr.-Robert-Koch-Gasse vorgestellt. Bei diesem Ansatz werden ältere Gebäude, die nicht mehr sinnvoll sanierbar sind, abgetragen und durch neuen, geförderten Wohnraum ersetzt. Das Projekt ist Teil einer Neubauoffensive ab 2026/2027 und soll leistbaren Wohnraum mit einer ökologischen Stadtentwicklung verbinden.
Die Projektpräsentation fand im Rahmen einer Pressekonferenz in der Dr.-Robert-Koch-Gasse statt. Dabei stellten KSW-Geschäftsführer Dr. Stefan Konecny, Landeshauptmann Stellvertreterin Dr. Gaby Schaunig und Projektleiter Ing. Josef Liendl die Eckpfeiler des Quartierentwicklungs Projekts vor. Für die Stadt Klagenfurt nahm Vizebürgermeister Patrick Jonke teil. Ebenfalls anwesend war für die Diakonie de la Tour Personaldirektorin MMag. Susanne Prentner-Vitek, weil die Diakonie die Umsetzung im Quartier begleiten wird.
In direkter Nachbarschaft zum Schloss Welzenegg plant das KSW bis 2029/2030 auf vier Grundstücken rund 125 geförderte Wohneinheiten. Das Vorhaben wird im Rahmen des Kärntner Wohnbauprogramms umgesetzt. Ziel ist es, bestehende, in die Jahre gekommene Gebäude durch modernen Wohnraum zu ersetzen und dabei bereits bebaute Flächen besser zu nutzen. Diese Nachverdichtung soll laut Projektbeschreibung einen Beitrag zur ökologischen Stadtentwicklung in Klagenfurt leisten.
KSW Geschäftsführer Konecny betonte bei der Präsentation die Verbindung aus sozialer Sicherheit und ökologischer Nachhaltigkeit. Wörtlich sagte er: „Soziale Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit spiegeln die Leitlinien des KSW wider. Dieses Projekt zeigt für uns, wie moderne, gemeinnützige Projektentwicklung heute aussieht: Ein lebenswertes Zuhause in Klagenfurt, das dem Anspruch von #superwohnen in jeder Hinsicht gerecht wird.“
Wohnbaureferentin LHStv. Schaunig ordnete das Projekt in die Wohnbauförderung des Landes ein. Sie erklärte, dass Reconstructing dann sinnvoll sei, wenn eine Sanierung nicht mehr möglich ist, und dass solche Projekte über die Kärntner Wohnbauförderung unterstützt werden. Gleichzeitig sei wichtig, dass Bewohner bei einer kompletten Erneuerung eines Wohnquartiers von Anfang an einbezogen werden. Dazu verwies Schaunig auf den Leitfaden „Quartier & Wir“, der in einem breiten Prozess erstellt wurde. Die Begleitung dieser Prozesse werde ebenfalls finanziell unterstützt.
Ein zentraler Punkt des Projekts ist laut den Angaben, dass die aktuellen Mieter eingebunden werden und ihnen ein Verbleib in den neu errichteten Wohngebäuden zugesichert wird. Genau diese Beteiligung und Begleitung soll gemeinsam mit der Diakonie de la Tour entlang des „Quartier & Wir“ Leitfadens umgesetzt werden. Ziel ist es nicht nur, neue Wohnungen zu schaffen, sondern auch Begegnungszonen, Gemeinschaftsräume und ein funktionierendes Miteinander im Stadtteil zu unterstützen.
Auch baulich soll das Projekt moderne Maßstäbe erfüllen. Geplant sind Zwei bis Vier Zimmer Wohnungen, die barrierefrei erreichbar sein sollen und jeweils einen Balkon haben. Beim Neubau setzt das KSW laut Projektbeschreibung auf nachhaltige Elemente, darunter Photovoltaik Anlagen für Strom, ökologische Baustoffe sowie eine hohe Energieeffizienz durch optimierte Dämmung.
Das Kärntner Siedlungswerk übernimmt Planung, Entwicklung und Bau des Projekts. Spätestens 2030 soll auch die Verwaltung der neu entstandenen Immobilien beim KSW liegen. Konkrete Details zu den Gebäuden, etwa zur Architektur und Ausführung, sollen nach dem noch ausstehenden Architekturwettbewerb bekannt gegeben werden.
Foto: KSW