Pressemeldungen Februar 2026
Kärntner Landtag beschließt Aktionsplan gegen Gewalt
„Gewalt kennt keine Nationalität und keine sozialen Schichten. Und sie hat viele Gesichter: von verbal, physisch, psychisch, digital, sexualisiert bis hin zu strukturellen Verhältnissen. All diese Formen haben aber eines gemeinsam: Sie haben in Kärnten nichts verloren. Mit dem neuen Kärntner Aktionsplan sagen wir der Gewalt den Kampf an“, betont SPÖ-Sozialsprecherin LAbg. Ruth Feistritzer im Vorfeld der kommenden Landtagssitzung, auf deren Tagesordnung auch der Aktionsplan gegen Gewalt steht.
Beschlossen wird die Entwicklung eines umfassendes Schutzkonzeptes, das alle Bereiche des Landes durchziehen soll. „Schutzmaßnahmen dürfen nicht an Ressort- oder Zuständigkeitsgrenzen scheitern. Ein umfassendes Problem braucht eine umfassende Lösung.“ Außerdem ist die Einbindung von weiteren Expertinnen und Experten vorgesehen: „Wir suchen aktiv den Kontakt mit relevanten Fachstellen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Betroffenenvertretungen.“
„Inhaltlich wird der neue Aktionsplan einen klaren Fokus auf die Bereiche Familie, Bildung, Arbeitsplatz oder öffentliche Plätze setzen – und natürlich auf den digitalen Raum, in dem es viele neue Herausforderungen gibt“, erläutert Feistritzer. „Weiter ausgebaut werden sollen die Angebote für besonders vulnerable Gruppen: Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung.“
Auch die Öffentlichkeit spielt eine große Rolle: „Es wird mehr in öffentliche Bewusstseinsbildung investiert. Denn der erste Schritt einer jeden Verbesserung ist: Hin- statt wegschauen. ‚Das geht mich nichts an‘ ist die falsche Einstellung. Gewalt in unserer Gesellschaft geht uns alle etwas an. Und dieser Verantwortung müssen wir gemeinsam nachkommen“, appelliert Feistritzer.
Foto: Mein Klagenfurt