Pressemeldungen Februar 2026
Jeder Kiebitz zählt: Bestand in 25 Jahren halbiert
In den kommenden Wochen kehren die Kiebitze aus ihren Überwinterungsgebieten im Mittelmeerraum nach Österreich zurück. Doch ihre Zahl ist stark gesunken: Heute gibt es nur noch etwa halb so viele Vögel wie vor 25 Jahren. Österreichweit werden aktuell rund 3.800 bis 6.900 Brutpaare gezählt, ein Rückgang um rund 57 Prozent seit 1998.
Der auffällige Vogel mit Federhaube und akrobatischem Balzflug lebt vor allem im offenen Acker- und Wiesenland. Gerade diese Lebensräume stehen unter starkem Druck. Intensivere Landwirtschaft, frühere Mahd und der Verlust geeigneter Feuchtflächen erschweren Brut und Nahrungssuche.
Ab März legen Kiebitze ihre Eier bevorzugt auf unbebaute Äcker. Genau dort beginnen jedoch Bodenbearbeitung, Aussaat und Düngung. Viele Nester werden dabei unbeabsichtigt zerstört. Auch frühe Mäharbeiten im Grünland gefährden Gelege und Jungvögel.
Laut BirdLife Österreich kann der Kiebitz mit gezielten Maßnahmen wirksam geschützt werden:
Die Initiative „Gemeinsam für den Kiebitz“ zeigt, dass moderner Ackerbau und Artenschutz vereinbar sind.
Mit den ersten Balzflügen beginnt nun eine entscheidende Zeit für den Jahresvogel 2026. Denn: Jeder gerettete Brutplatz hilft, den Bestand zu stabilisieren.
Weitere Infos: www.birdlife.at/voegel/kiebitz/
Foto: Michael Dvorak