Pressemeldungen Februar 2026
In Klagenfurt entwickelt: Sensor macht Robotergreifer sensibler
Die Technologie namens CapTac erkennt nicht nur Druck, sondern auch seitlich wirkende Kräfte, etwa wenn ein Gegenstand zu rutschen beginnt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift IEEE Robotics and Automation Letters veröffentlicht.
In der Industrie sind Greifer zwar robust, aber oft wenig feinfühlig. Beim Umgang mit empfindlichen oder schwer zu greifenden Objekten stoßen sie rasch an ihre Grenzen. Projektleiter Hubert Zangl erklärt, dass Maschinen, anders als Menschen, Kontaktflächen und Kraftverteilungen präzise erfassen müssen, um Objekte sicher halten zu können.
Der neue Sensor misst sowohl Normal- als auch Scherkräfte auf der Greiffläche. Dadurch erkennt ein Roboter frühzeitig, ob ein Objekt verrutscht oder zu stark gedrückt wird, und kann automatisch gegensteuern. Möglich macht das ein drahtloses, kapazitives Sensorarray aus flexiblen Elektroden, die in eine weiche Silikonmatrix eingebettet sind. Die Verformung des Materials liefert präzise Daten über die wirkenden Kräfte.
Die Sensorpads sind austauschbar, kostengünstig herstellbar und können auch an anderen Stellen eines Roboters eingesetzt werden. Damit könnte die „smarte Roboterhaut“ künftig in vielen Bereichen, von der Industrieautomation bis zur Servicerobotik, für sicherere und präzisere Abläufe sorgen.
Foto: aau/Müller