Pressemeldungen Februar 2026
Gustav Mahler Privatuniversität erhält Doktoratsstudium und wird Volluniversität
Es ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der Gustav-Mahler-Privatuniversität: die GMPU wird ab dem Wintersemester 2026/2027, nur sieben Jahre nach der Gründung der Uni, ein 6-semestriges Doktorratsstudium im Bereich „Artistic Research“ anbieten können. Damit ist der Universitätsstandort abgesichert. Das gaben heute, Dienstag, der Vorsitzende des GMPU-Universitätsrates Landeshauptmann Peter Kaiser, GMPU-Rektor Roland Streiner und Vizerektorin Annemarie Podesser im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.
„Wir schreiben eine Erfolgsgeschichte im tertiären Bildungssektor und schlagen heute ein neues Erfolgskapitel auf. Mit diesem neuen Studienangebot hat Kärnten neben der Universität Klagenfurt eine zweite Volluniversität. Das ist nicht nur eine große Auszeichnung, ein großer Reputationsgewinn für Kärnten als Bildungsstandort, das ist vor allem ein neues Angebot im tertiären Sektor, das weit über die Grenzen des Landes hinausstrahlt.“, zeigt sich Kaiser begeistert.
„Mit diesem Doktoratsstudium stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit der GMPU im Konzert der Universitäten. Sie steigt in ihrer Attraktivität für Studierende, aber auch für universitäre Kooperationen. Das Besondere ist die Geschwindigkeit: 2019 gegründet und heute Volluniversität: das ist ein echter Meilenstein für eine der jüngsten Universitäten Österreichs“, so Kaiser weiter.
Die zuständige Akkreditierungsstelle “AQ Austria“ hat den Antrag der GMPU auf ein sechssemestriges PhD-Studium in ihrer Board-Sitzung vom 29. Jänner 2026 bestätigt, nur wenige Wochen nach der erfolgreichen und ohne einer einzigen Auflage erfolgten Re-Akkreditierung der GMPU. Das Besondere am neuen Doktorratsstudium sei laut Kaiser auch, dass dies nur sieben Jahre nach der Universitätsgründung nun angeboten werden könne. „Das kann sich das Team um Rektor Roland Streiner und die gesamte GMPU-Familie, auf ihre Fahnen heften, denn vom ersten Tag der Gründung der GMPU an, hat man auf diesen Tag hingearbeitet, hat man alles getan, um Volluniversität zu werden. Die GMPU wurde und ist eine Erfolgsgeschichte“, hält Kaiser fest.
„Das Doktorrat sichert die Universität ab, ist für den Bildungsstandort bedeutend und strahlt über die Grenzen hinaus. Wir haben dieses Doktorratsstudium hier um Jahre früher möglich gemacht, als es das 2021 novellierte Hochschulgesetz für uns vorsieht. Das ist ein Erfolg aller“, so Streiner. Die Anmeldung für das neue Doktoratsstudium starte in den kommenden Wochen und richte sich an Studierende der GMPU wie auch an Studierende anderer Universitäten.
„Die Studiendauer beträgt sechs Semester, das erste „Musikdoktorat“ könnte somit im Jahr 2029 verliehen werden“, erläutert Streiner, der sich ebenfalls bei allen bedankte, die diesen Schritt ermöglicht haben. Im ersten Studienjahr werden maximal sechs PhD-Studierende aufgenommen. Die Höhe der Studiengebühren wird in den kommenden Wochen durch den Universitätsrat festgelegt.
Für das neue Doktoratsstudium wurden In den vergangenen Jahren innerhalb der GMPU die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Dazu wurde die Forschung sowohl personell als auch institutionell aufgebaut. Derzeit arbeiten knapp 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der GMPU und forschen in 15 nationalen und internationalen Projekten. „Die Forschung wirkt in die gesamte Universität. Sie ist von Studienbeginn an, integraler Bestandteil der Ausbildung – vom Bachelor- über das Masterstudium hin in die wissenschaftliche Forschung im Rahmen des Doktoratsstudiums“, führt Vizerektor Annemarie Podesser aus.
Zum Doktoratsstudium Artistic Research selbst erklären Streiner und Podesser: Künstlerische Forschung (Artistic Research) sei ein eigenständiger Weg der Wissensgewinnung – weder klassische Wissenschaft noch bloße Kunstpraxis, sondern ein drittes Feld, das sich einer breiten Palette von Forschungsmethoden bedient mit eigener Logik. Im Zentrum stehe künstlerisches Tun selbst: Komponieren, proben, interpretieren, gestalten oder aufführen werden zur Forschungsmethode. Anders als die traditionelle Musikwissenschaft, die Musik von außen analysiert – etwa durch die Untersuchung einer Symphonie von W. A. Mozart –, entsteht Wissen hier im künstlerischen Prozess.
Kaiser, zuständig für den tertiären Bildungssektor in Kärnten, verwies auf die Gesamtstatistik. Kärnten, wo 1970 die erste Uni gegründet worden ist, habe heute 4-Institutionen mit insgesamt rund 23.000 Studierende an der Uni Klagenfurt, an der GMPU, an den FH-Standorten und der Pädagogischen Hochschule. Dazu kommt die Außenstelle der Uni Wien mit dem Affenberg als zweitgrößtes Forschungszentrum der Welt für Makaken.
Foto: LPD Kärnten/Handler