Pressemeldungen Februar 2026
Gefährliche Zecke: Jetzt an den Impfschutz denken!
Der Beginn der FSME-Saison verlagert sich seit einigen Jahren immer weiter nach vorne, mittlerweile startet die Frühsommer-Meningoenzephalitis – eine Viruserkrankung, die hauptsächlich durch Zeckenstiche übertragen wird – im März bzw. April. „Deshalb ist bereits jetzt der beste Zeitpunkt für die Zecken-Impfung – das gilt für die Grundimmunisierung wie für die Auffrischung. Denn nur die FSME-Impfung schützt gegen die Viruserkrankung“, betont Gesundheitslandesrätin und Ärztin Beate Prettner.
Ratsam ist eine vorherige Terminvereinbarung. Die Impfgebühr beträgt 32 Euro für Erwachsene und 27 Euro für Kinder, allerdings bezuschussen die Sozialversicherungen die Impfung (Zuschuss zwischen 4,80 und 19,60 Euro, je nach Versicherung). Eine Impfbestätigung wird in den Gesundheitsämtern ausgehändigt, um den Kostenzuschuss beantragen zu können. Außerdem wird die Impfung in den Impfpass eingetragen.
„Ein Zeckenstich kann schlimme Folgen haben: Hirnhautentzündung, Gehirnentzündung – und schwere Verläufe können mit Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen einhergehen. Bleibende Schäden sind nicht ausgeschlossen, die Viruserkrankung kann auch tödlich enden. Die Schutzimpfung ist effektiv“, erinnert Prettner und erklärt, dass die Erkrankung oft recht unauffällig mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit beginnt. In der zweiten Krankheitsphase, wenn die Viren über das Blut ins zentrale Nervensystem gelangen, kommen Ausfälle des Nervensystems hinzu.
Karin Schorna-Drescher vom Sanitätswesen der Gesundheitsabteilung des Landes Kärnten informiert über die korrekten Impfintervalle: „Die Impfung ist ab dem vollendeten ersten Lebensjahr empfohlen, die Grundimmunisierung erfolgt im Rahmen von drei Impfungen. Die erste Auffrischungsimpfung ist nach drei Jahren empfohlen, danach sollte diese bei Personen bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle fünf Jahre, danach alle drei Jahre vor Beginn der Zeckensaison erfolgen.“ Von einer Titer-Bestimmung zur Abschätzung der Schutzdauer wird abgeraten. Diese ist nach vollständiger Grundimmunisierung und einer Auffrischungsimpfung auch bei überzogenen Impfintervallen nicht notwendig – außer bei speziellen Fragestellungen. „Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt bzw. bei Ihrer Ärztin oder bei den Kärntner Gesundheitsämtern. Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie einen Impftermin“, rät Prettner.
Das vergangene Jahr war österreichweit von einer starken FSME-Aktivität geprägt. Es gab 132 Hospitalisierungen und 26 ambulante Patientinnen und Patienten mit einer Infektion. Acht Fälle entfielen auf Kärnten. „Zum Glück wurde 2025 österreichweit kein Todesfall verzeichnet. Allerdings trat der erste Fall im April auf, der letzte im Dezember“, so Prettner. Die jüngste betroffene Person war 18 Tage alt, die älteste 86 Jahre. Die meisten Erkrankungen entfielen auf die Sommermonate Juni bis August.