Pressemeldungen Februar 2026
Ausstellung zum Miners’ Strike in der AK Kärnten

Vierzig Jahre nach dem britischen Bergarbeiterstreik 1984/85 widmet die Arbeiterkammer Kärnten diesem historischen Arbeitskampf eine umfassende Ausstellung. In Kooperation mit dem Institut für historische Sozialforschung und der Martin Parr Foundation wird die Schau im ÖGB/AK Bildungsforum in Klagenfurt gezeigt.
Der Streik begann als Widerstand gegen Zechenschließungen unter Premierministerin Margaret Thatcher und entwickelte sich zu einem einjährigen Überlebenskampf ganzer Bergbaugemeinden. Die Ausstellung macht diesen Konflikt durch zeitgenössische Fotografie erlebbar und zeigt seine sozialen und politischen Folgen.
Für AK-Präsident Günther Goach ist die Ausstellung mehr als ein historischer Rückblick: „Er erinnert uns schmerzlich daran, dass faire Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Solidarität niemals selbstverständlich sind. Die Schau ermutigt uns, weiterhin mit einer starken Stimme für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzutreten.“
Die Politik der 1980er Jahre in Großbritannien war von Deregulierung und der Schwächung der Gewerkschaften geprägt. Der Zusammenbruch des Streiks markierte eine tiefgreifende Veränderung in der Sozial-, Wirtschafts- und Politikgeschichte.
Daniel Weidlitsch, Leiter der Abteilung Bildungspolitik, Jugend und Kultur, betont: „Obwohl der Streik damals niedergeschlagen wurde, bleibt er durch Ausstellungen wie diese im kollektiven Gedächtnis verankert. Er wurde zum weltweiten Symbol für Solidarität und stellte gleichsam eine Zäsur in der britischen Sozial-, Wirtschafts- und Politikgeschichte dar.“
Die Ausstellung läuft von Februar bis September 2026 im ÖGB/AK Bildungsforum, Bahnhofstraße 44, in Klagenfurt. Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei.
Foto: AK Kärnten/Nowak