Pressemeldungen Februar 2026
12. Februar: Demokratie braucht Menschen, die nicht aufgeben
Am 12. Februar 2026 gedenkt die SPÖ Kärnten der Ereignisse des Februar 1934 und der Menschen, die für Demokratie, Freiheit und soziale Rechte eingetreten sind. Landesparteivorsitzender LR Daniel Fellner verbindet das Erinnern mit einer klaren Botschaft für die Gegenwart: „Demokratie braucht Menschen, die nicht aufgeben. Gerade jene, die heute Zweifel haben oder enttäuscht sind, sind ein wichtiger Teil unserer demokratischen Gemeinschaft.“
Im Februar 1934 führten bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und dem Republikanischen Schutzbund zum Februaraufstand und in weiterer Folge zur Ausschaltung der Demokratie in Österreich. Die damalige Sozialdemokratische Arbeiterpartei wurde verboten, ihr Vermögen beschlagnahmt und ihre Mandate für nichtig erklärt, allein im Kärntner Landtag verloren 15 gewählte Abgeordnete ihr Mandat. Gewerkschaften und sozialistische Organisationen wurden zerschlagen, viele Menschen verloren ihr Leben, ihre Freiheit oder mussten ins Exil gehen.
Der 12. Februar sei ein Tag des Erinnerns, aber auch ein Tag der Ermutigung. Die Geschichte zeige, dass demokratische Rechte niemals selbstverständlich seien und dass Fortschritt immer von Menschen ausgehe, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Das Gedenken findet bewusst im selben Rahmen wie in den vergangenen Jahren statt, am gleichen Ort und zur gleichen Uhrzeit. Damit werde unterstrichen, dass Erinnerung kein einmaliges Ritual ist, sondern ein fortlaufender Auftrag.
Die Ereignisse des Februar 1934 stehen für einen historischen Moment, in dem demokratische Errungenschaften unter Druck gerieten. Für Fellner liegt darin nicht nur Mahnung, sondern auch Hoffnung: „Unsere Geschichte zeigt uns nicht nur, wie Demokratie verloren gehen kann, sondern auch, wie stark Menschen sein können, wenn sie zusammenstehen. Gerade in Zeiten von Unsicherheit oder Enttäuschung ist es wichtig, sich daran zu erinnern.“
Viele Menschen hätten heute das Gefühl, nicht gehört zu werden oder dass Politik zu weit entfernt sei. Dieses Gefühl ernst zu nehmen sei ein zentraler Teil demokratischer Verantwortung. „Demokratie ist kein fertiges System, sie lebt davon, dass wir sie gemeinsam gestalten. Wer Kritik übt oder Zweifel hat, zeigt damit auch, dass ihm unsere Gesellschaft nicht gleichgültig ist. Genau daraus entsteht Veränderung.“
Das jährliche Gedenken versteht sich als Einladung, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und Demokratie aktiv mit Leben zu erfüllen. „Erinnern heißt handeln. Es bedeutet, nicht stehen zu bleiben, sondern gemeinsam weiterzugehen, auch dann, wenn Zweifel da sind. Demokratie lebt davon, dass Menschen wieder Vertrauen fassen, miteinander sprechen und sich einbringen.“ Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen das Gefühl hätten, dass ihre Stimme wenig zählt, sei es entscheidend zu zeigen, dass Veränderung möglich ist. „Demokratie beginnt dort, wo Menschen wieder den Mut finden, Teil davon zu sein. Jede Stimme, jede Erfahrung und jedes Engagement zählt.“
Foto: SPÖ Kärnten