Pressemeldungen Dezember 2025
Koralmbahn eröffnet großes Potenzial für Umstieg vom Auto auf die Bahn
Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn am 14. Dezember rücken Kärnten und die Steiermark enger zusammen. Die Fahrzeiten zwischen Graz, Klagenfurt und Wien verkürzen sich erheblich, auch innerhalb Kärntens werden viele Verbindungen schneller. Laut der Mobilitätsorganisation VCÖ bietet das Projekt damit ein großes Potenzial für einen verstärkten Umstieg vom Auto auf die Bahn.
„Die Reisezeit ist ein ganz zentraler Faktor bei der Entscheidung, ob mit dem Auto oder mit der Bahn gefahren wird. Durch die Koralmbahn gibt es ein sehr großes Potenzial für den Umstieg vom Auto auf die Bahn. Wird es genutzt, bedeutet das weniger Staus, weniger Unfälle und weniger Abgas- und Lärmbelastung“, sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Die schnellste Verbindung zwischen Klagenfurt und Graz dauert mit der Koralmbahn künftig nur 41 Minuten – das sind 1 Stunde und 19 Minuten weniger als bisher. Auch von Villach nach Graz verkürzt sich die Reisezeit auf 1 Stunde und 5 Minuten. Nach Wien sind Fahrgäste ab Klagenfurt künftig in 3 Stunden und 10 Minuten am Ziel.
Auch innerhalb Kärntens profitieren Pendler: Die Strecke von St. Paul im Lavanttal nach Klagenfurt dauert künftig nur noch 20 Minuten, nach St. Veit an der Glan 46 Minuten.
Damit das neue Angebot der Koralmbahn bestmöglich genutzt wird, appelliert der VCÖ an Unternehmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem steuerbegünstigten Öffi-Jobticket zu unterstützen. Das fördere nachhaltige Mobilität und spare gleichzeitig Kosten für Parkplätze.
Zudem sieht der VCÖ auch Tourismus- und Freizeiteinrichtungen in der Verantwortung, durch gezieltes Mobilitätsmanagement die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu fördern. Denn laut VCÖ-Bahntest wünschen sich Autofahrerinnen und Autofahrer vor allem kürzere Reisezeiten und häufigere Verbindungen – beides wird durch die neue Koralmbahn erfüllt.
Foto: ÖBB/Chris Zenz