Pressemeldungen August 2026
Trotz Hitze: Trinkwasserversorgung in Klagenfurt gesichert
Die anhaltende Hitzewelle sorgt auch in Klagenfurt für hohe Temperaturen. Bis Anfang August wurden in der Landeshauptstadt bereits 33 Hitzetage mit mindestens 30 Grad verzeichnet. Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung gibt es derzeit dennoch nicht. Laut Stadtwerke Klagenfurt steht ausreichend Wasser zur Verfügung.
Ein wesentlicher Grund dafür ist die Herkunft des Klagenfurter Trinkwassers. Es wird ausschließlich aus Grundwasservorkommen in der Region gewonnen. Das Wasser wird unterirdisch gespeichert und reagiert dadurch wesentlich langsamer auf längere Trockenperioden als beispielsweise Quellen.
Die Stadtwerke halten ständig rund 27.500 Kubikmeter Wasser in elf Hochbehältern gespeichert. Der mit Abstand größte befindet sich am Spitalberg und fasst alleine rund 27.000 Kubikmeter. Zum Vergleich: Klagenfurt verbraucht durchschnittlich rund 25 Millionen Liter Wasser pro Tag.
Das Trinkwasser wird über Tiefbrunnen aus mehreren Grundwasservorkommen gewonnen. Dazu zählen der Zwirnawald im Norden Klagenfurts, die Anlage Straschitz II im Süden sowie das Krappfeld. Dort hält die Landeshauptstadt die Mehrheit am Wasserverband Klagenfurt-St. Veit/Glan.
Über 21 Druckverstärkeranlagen und ein rund 900 Kilometer langes Netz aus Haupt- und Nebenleitungen gelangt das Wasser zu den Klagenfurter Haushalten.
Bürgermeister Christian Scheider verweist trotz der derzeit guten Versorgungslage auf die langfristigen Herausforderungen. „Die Stadtwerke Klagenfurt sind der größte Wasserversorger in Kärnten. Die Qualität und die Versorgung mit sauberem, frischem Wasser zu jeder Zeit sind nicht selbstverständlich. Dennoch ist die Landeshauptstadt in der beneidenswerten Lage, über ausreichend qualitativ hochwertiges Trinkwasser zu verfügen. Wir dürfen die Augen aber vor den Auswirkungen des Klimawandels nicht verschließen. Gerade deshalb gilt es, auch bei uns verantwortungsvoll mit unserem Wasser umzugehen und daher müssen wir es für die nächsten Generationen absichern“, betont Scheider.
Die Stadtwerke appellieren daher auch bei ausreichenden Reserven zu einem sparsamen Umgang mit Trinkwasser.
Neben Investitionen in die Wasserinfrastruktur setzen die Stadtwerke auf den Schutz der Grundwasservorkommen. In Klagenfurt gibt es insgesamt 763 Hektar Wasserschutzgebiete. Diese werden regelmäßig kontrolliert und entsprechend den behördlichen Vorgaben bewirtschaftet.
Auch überregionale Kooperationen sollen die Versorgung langfristig absichern. Dazu gehören der Wasserverband Klagenfurt-St. Veit/Glan und der 2025 gegründete Wasserverband Kärnten.
Langfristig soll die sogenannte „Wasserschiene Kärnten“ einen Ausgleich zwischen Regionen mit Wasserüberschuss und Gebieten mit Wassermangel ermöglichen. Hintergrund sind unter anderem Bevölkerungsentwicklung, Klimawandel und die unterschiedliche Verteilung der Grundwasservorkommen innerhalb Kärntens.
„Mit dem zukunftsweisenden Projekt Wasserschiene Kärnten leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die verlässliche Wasserversorgung in Klagenfurt auch künftig weitreichend sicherzustellen“, so Scheider.