Pressemeldungen August 2026
Kärnten startet Klimadialog gegen Hitze und Extremwetter
Kärnten will sich gezielter auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten. Dazu soll erstmals ein Kärntner Klimadialog stattfinden. Landeshauptmann Daniel Fellner und Umweltschutzreferentin Marika Lagger-Pöllinger wollen dabei Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen und konkrete Schutzkonzepte erarbeiten.
Der erste Kärntner Klimadialog wird derzeit vorbereitet und soll im September, spätestens im Oktober, stattfinden. Weitere Treffen sollen folgen. Als Vorbild für das Format dient laut Land Kärnten unter anderem der Kärntner Sicherheitsgipfel.
Im Mittelpunkt stehen nicht nur Hitze und Extremwetter. Behandelt werden sollen auch die Sicherung wichtiger Infrastruktur sowie die Trinkwasser-, Wasser- und Energieversorgung.
„Wenn uns nächstes Jahr die erste Hitzewelle des Sommers 2027 überrollt, möchte ich, dass wir auf die Herausforderungen vorbereitet sind“, sagt Landeshauptmann Daniel Fellner.
Für den Kärntner Klimadialog sollen bereits bestehende Strukturen des Landes genutzt werden. Dazu zählen die Steuerungsgruppe mit den Regierungsmitgliedern und der Klimabeirat. Zusätzlich sollen Fachleute aus verschiedenen Disziplinen und Klimaexperten eingebunden werden.
„Wir beginnen nicht bei null, wir nutzen dabei unsere bereits vorhandenen Gremien – nämlich die Steuerungsgruppe mit den Regierungsmitgliedern sowie unseren Klimabeirat. Auf diesem Fundament aufbauend, wird der Klimadialog gemeinsam mit Fachleuten verschiedenster Disziplinen und unter federführender Mitwirkung von Klimaexperten initiiert. Mit dem Klimadialog holen wir zusätzliche Expertise an einen Tisch und richten den Blick ganz konkret darauf, wie wir Kärnten widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Extremwetter und anderen Folgen des Klimawandels machen, denn die Folgen des Klimawandels betreffen längst nicht mehr nur einzelne Bereiche, sondern reichen von Gesundheit und Pflege über Landwirtschaft und Arbeitswelt bis hin zu unserer Infrastruktur“, erklärt Fellner.
Die Themenliste ist breit angelegt. Konkret geht es unter anderem um eine flächendeckende Wasserversorgung, den Schutz von Kindern in Kindergärten und Schulen sowie von älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen und Patienten in Krankenanstalten.
Auch die landwirtschaftliche Produktion von Futter- und Nahrungsmitteln, die Energieversorgung und der Schutz von Bauarbeitern und anderen Beschäftigten, die im Freien schwere körperliche Arbeit verrichten, sollen behandelt werden. Weitere Themen sind nachhaltiges Bauen, sicherer Wohnraum, Entsiegelung und die zukünftige Stadtplanung.
Als erste Maßnahmen gegen große Hitze wurden in Kärnten laut Land bereits Investitionsförderungen für Hitzeschutzprojekte in Kindergärten und Schulen umgesetzt. Außerdem wurden Förderungen für Klimaanlagen in Pflegeheimen zugesagt.
„Wir werden in Kärnten nicht tatenlos zusehen, wie sich die Situation aufgrund von Hitzewellen und Extremwetter Jahr um Jahr verschärft und die unterschiedlichsten Bereiche unter Zugzwang bringt. Wir haben in Kärnten angesichts der Extremhitze als einen ersten Schritt bereits kurzfristige Unterstützungsmaßnahmen umgesetzt - Investitionsförderung für Hitzeschutzprojekte in Kindergärten und Schulen; Förderzusagen für eine Klimaanlage in jedem Pflegeheim. Natürlich müssen viele weitere Schritte folgen. Nicht nur von der Politik“, so Fellner.
Für Fellner steht fest: „Es gibt kaum einen Bereich unseres Lebens, der nicht von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist. Weiter abzuwarten, ist ein No-Go.“
Foto: Mein Klagenfurt