Pressemeldungen August 2026
Bahnhofstest: Klagenfurt punktet bei Barrierefreiheit und Erreichbarkeit
Der Klagenfurter Hauptbahnhof landet bei einem österreichweiten Bahnhofstest auf dem achten Platz unter den großen Hauptstadtbahnhöfen. Insgesamt bewerteten rund 13.300 Fahrgäste Bahnhöfe in Österreich nach 16 Kriterien. Durchgeführt wurde die Befragung vom VCÖ.
An der Spitze des Rankings steht der St. Pöltner Hauptbahnhof, gefolgt vom Wiener Westbahnhof und dem Grazer Hauptbahnhof. Dahinter folgen Wien Hauptbahnhof, Salzburg, Linz und Innsbruck. Klagenfurt liegt auf Rang acht vor Wien Meidling und Bregenz.
Beim Hauptbahnhof Klagenfurt werden von den befragten Fahrgästen insbesondere die Verfügbarkeit von Ticketautomaten, die Barrierefreiheit, die Fahrgastinformation und die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad recht gut bewertet. Bis auf den Bahnhof Bregenz erhielten laut VCÖ alle großen Hauptstadtbahnhöfe insgesamt eine gute Bewertung.
Besonders gute Ergebnisse erzielten zwei weitere Bahnhöfe in Kärnten. Der Bahnhof St. Paul im Lavanttal erreichte unter den größeren Bahnhöfen außerhalb der Landeshauptstädte den dritten Platz. Besonders positiv bewertet wurden dort Sauberkeit, Barrierefreiheit, die Verfügbarkeit von Ticketautomaten sowie die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad.
Bei den kleineren Bahnhöfen erreichte Mallnitz-Obervellach den zweiten Platz. Besser bewertet wurde in dieser Kategorie nur der Bahnhof Mariazell.
Auch der Villacher Hauptbahnhof konnte punkten. Bei der Frage, welche Bahnhöfe außerhalb der Landeshauptstädte den Fahrgästen am besten gefallen, erreichte Villach Platz vier hinter Feldkirch, Lienz und Bad Ischl.
Insgesamt sind 84 Prozent der befragten Kärntner Fahrgäste mit ihrem Einstiegsbahnhof zufrieden. Gleichzeitig zeigt die Befragung Bereiche, in denen sich Fahrgäste Verbesserungen wünschen.
25 Prozent sind mit der Sauberkeit des von ihnen bewerteten Bahnhofs unzufrieden. Bei den WC- und Sanitäranlagen sind es 45 Prozent. 35 Prozent wünschen eine bessere öffentliche Erreichbarkeit der Bahnhöfe außerhalb der Hauptverkehrszeiten, 40 Prozent mehr flexible Angebote wie Rufbusse und Sammeltaxis.
28 Prozent der Kärntner Fahrgäste fahren mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Abfahrtsbahnhof, 24 Prozent gehen zu Fuß und acht Prozent kommen mit dem Fahrrad. 18 Prozent fahren selbst mit dem Pkw zum Bahnhof. Am Zielbahnhof setzen 40 Prozent ihre Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fort, 29 Prozent gehen zu Fuß und sieben Prozent fahren mit dem Fahrrad weiter. Neun Prozent nutzen dafür den eigenen Pkw.
„Bahnhöfe sind mehr als Haltestellen. Sie sind Aushängeschild und Visitenkarte der Bahn und zudem zentrale Mobilitätsdrehscheiben jeder Region. Umso wichtiger ist, dass sie eine hohe Qualität haben“, erklärt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Foto: Mein Klagenfurt