Pressemeldungen August 2026
25 Jahre ARA Flugrettung: Rund 1.150 Einsätze pro Jahr in Kärnten
Seit 25 Jahren ist die ARA Flugrettung im Einsatz. Das Jubiläum wurde am Samstag mit einem Jubiläumskirchtag auf der Watschiger Alm am Nassfeld gefeiert. Zum Programm gehörten eine Hubschraubersegnung sowie ein Demonstrationsflug mit Windenbergung.
Auch Gesundheitslandesrätin Beate Prettner und Landesrat Peter Reichmann gratulierten zum Jubiläum. „Wenn jede Sekunde zählt, muss jeder Handgriff sitzen – und genau darauf können sich die Kärntnerinnen und Kärntner verlassen. Die ARA-Teams leisten Tag für Tag Herausragendes und sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer notallmedizinischen Versorgung“, erklären Prettner und Reichmann.
Die ARA Flugrettung verfügt über drei Stationen. Zwei davon befinden sich in Kärnten: Fresach mit dem Notarzthubschrauber RK-1 und saisonal im Winter das Nassfeld mit ARA-3. Die dritte Station befindet sich in Reutte in Tirol.
Alleine von den Kärntner Standorten aus werden jährlich rund 1.150 Einsätze geflogen. Die ARA Flugrettung mit Sitz in Klagenfurt gehört zur DRF-Gruppe und arbeitet in Kärnten eng mit dem Roten Kreuz zusammen. Die Alarmierung der Notarzthubschrauber erfolgt über die Landesleitstelle.
Die Hubschrauber werden grundsätzlich mit einer vierköpfigen Crew besetzt. Sie besteht aus Pilot, Windenoperator, Flugretter und Notarzt. Bei Bedarf können weitere Spezialkräfte hinzukommen. Zu den technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre zählen Nachtflüge seit 2019 sowie nächtliche Windenbergungen. Nach Angaben des Landes war die ARA das erste Flugrettungsunternehmen in Österreich, das solche Bergungen durchführte. Auch Einsätze bei schwierigen Wetterbedingungen und die laufende Modernisierung der Hubschrauberflotte gehören zur Entwicklung der vergangenen Jahre.
„Gerade im Gesundheitsbereich ist es entscheidend, medizinische Qualität mit Innovation und modernster Technik zu verbinden. Die ARA zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, nicht stehen zu bleiben, sondern die Versorgung laufend weiterzuentwickeln. Mein Dank gilt allen Notärztinnen und Notärzten, Flugretterinnen und Flugrettern, Pilotinnen und Piloten, Windenführerinnen und Windenführern und allen Mitarbeitenden, die hinter rund 1.150 Einsätzen im Jahr – alleine in Kärnten – stehen“, so Beate Prettner.
Zum 25-jährigen Bestehen setzt die ARA Flugrettung einen weiteren Schritt bei der Digitalisierung. Mit einem digitalen Notarztprotokoll soll die medizinische Dokumentation künftig digital erfolgen. Wichtige Informationen können dadurch schneller an das aufnehmende Krankenhaus übermittelt werden. In Kärnten ist die ARA gemeinsam mit dem ÖAMTC in einer Arbeitsgemeinschaft für die Flugrettungsversorgung zuständig. Das Land Kärnten unterstützt diese ARGE im Jahr 2026 mit knapp 2,3 Millionen Euro.
Foto: Büro Marika Lagger-Pöllinger