Pressemeldungen April 2026
März in Kärnten deutlich zu trocken: Niedrige Pegel und sinkende Grundwasserstände
Der März 2026 war in Kärnten deutlich zu trocken und vergleichsweise mild. Wie aktuelle Auswertungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft zeigen, gehörte Kärnten zu jenen Bundesländern, die besonders stark vom Niederschlagsdefizit betroffen waren.
Im Österreichschnitt fiel im März mit rund 37 Millimetern Niederschlag nur etwa die Hälfte der üblichen Monatsmenge. Neben Kärnten waren auch Teile der Steiermark, Salzburgs und Oberösterreichs von der Trockenheit besonders betroffen. Gleichzeitig lag die durchschnittliche Lufttemperatur um 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel.
Die trockene Witterung wirkte sich deutlich auf die Wasserstände aus. Rund 75 Prozent der Pegel in Österreich wiesen im März niedrige Werte auf. Auch die Schneemengen in höheren Lagen blieben insgesamt unter dem langjährigen Durchschnitt, wodurch wichtige Wasserspeicher nur eingeschränkt gefüllt sind.
Zusätzlich zeigt sich ein negativer Trend beim Grundwasser: Der Anteil an Messstellen mit niedrigen Grundwasserständen stieg bis Ende März auf etwa 65 Prozent.
Umweltminister Norbert Totschnig betont die Bedeutung eines vorausschauenden Umgangs mit Wasserressourcen: „Der März war deutlich zu trocken und hat vielerorts zu sinkenden Grundwasserständen geführt. Die aktuellen Niederschlagsdefizite zeigen klar, dass wir weiterhin aufmerksam bleiben müssen.“
Auch der Blick in die kommenden Wochen zeigt keine rasche Verbesserung. Prognosen gehen davon aus, dass es zunächst eher warm bleibt und trockene Phasen weiterhin möglich sind. Erst ab Mitte April könnten zeitweise Niederschläge für etwas ausgeglichenere Verhältnisse sorgen.
Eine deutliche Entspannung bei den Grundwasserständen ist derzeit jedoch nicht absehbar.
Foto: Symbolbild