Pressemeldungen April 2026
Klagenfurter Ibrahim Rasool erhält Ute Bock-Preis 2026
Der aus Afghanistan geflüchtete und heute in Klagenfurt lebende Ibrahim Rasool wird heute in Wien mit dem Bock-Preis 2026 ausgezeichnet, weil er sich seit Jahren ehrenamtlich bei den Vereinen Kärnten andas, SOS Balkanroute sowie als Frauenfußball-Trainer beim SK Austria Klagenfurt engagiert und damit zu einer wichtigen Stütze für mehrere Initiativen geworden ist.
Kärnten/Wien. Große Anerkennung für einen engagierten Klagenfurter: Ibrahim Rasool wird heute in Wien mit dem Bock-Preis 2026 ausgezeichnet. Der Preis wird vom Verein Ute Bock an Menschen mit Fluchthintergrund vergeben, die sich in Österreich in besonderer Weise ehrenamtlich einsetzen.
Seine Geschichte ist von schwierigen Erfahrungen geprägt. In Afghanistan war er FIFA-Schiedsrichter und Trainer im Frauenfußball. Auf seiner Flucht nach Europa erlebte er eine traumatisierende Zeit. Nach eigenen Angaben musste er mehr als 50 illegale Pushbacks an der bosnisch-kroatischen Grenze ertragen und war dabei zahlreichen Misshandlungen ausgesetzt. Auch das anschließende Asylverfahren war lang und mühsam.
Trotz dieser Erfahrungen engagiert sich Ibrahim Rasool seit Jahren freiwillig für andere Menschen. Er hilft regelmäßig bei den Vereinen Kärnten andas und SOS Balkanroute. Dort unterstützt er unter anderem bei Hilfsaktionen und beim Umgang mit Sachspenden. Zudem ist er als Trainer im Frauenfußball beim SK Austria Klagenfurt tätig.
Durch diesen langjährigen Einsatz ist er zu einer wichtigen Stütze für alle drei Vereine geworden. Kärnten andas, SOS Balkanroute und der SK Austria Klagenfurt haben ihn daher gemeinsam für den Bock-Preis 2026 nominiert.
Der Bock-Preis wird jedes Jahr vom Verein Ute Bock vergeben. Ausgezeichnet werden Menschen mit Fluchthintergrund, die sich in Österreich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren und Verantwortung übernehmen.
Mit der heutigen Preisverleihung in Wien erhält Ibrahim Rasool eine besondere Anerkennung für seinen Einsatz und sein Engagement, das auch in Klagenfurt deutlich spürbar ist.
Foto: zVg