Pressemeldungen April 2026
Klagenfurt Land: 39 Hunde aus verwahrloster Haltung gerettet
Ein Großeinsatz von Tierrettung, Polizei und Amtstierärztin hat am 31. März in Klagenfurt Land zur Rettung von insgesamt 39 Hunden aus verwahrloster Haltung geführt. Ursprünglich war die behördliche Abnahme von 13 Australian Shepherd Hunden gemeldet worden, vor Ort zeigte sich jedoch rasch, dass deutlich mehr Tiere betroffen waren.
Bereits beim Betreten des Hauses bot sich den Einsatzkräften ein bedrückendes Bild. Die Familie lebte gemeinsam mit den Hunden unter massiv verschmutzten hygienischen Bedingungen. Der Innenbereich war stark mit Kot verschmutzt, Wände waren durchgehend mit Urin verunreinigt.
Während die ersten Hunde in die Fahrzeuge der Tierrettung gebracht wurden, entdeckten die Einsatzkräfte weitere Tiere auf dem Grundstück. In einem Außenzwinger sowie in einem Holzschuppen befanden sich zusätzliche Hunde. Insgesamt mussten schließlich 39 Tiere im Alter von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren behördlich abgenommen werden.
Der Zustand vieler Hunde ist laut Tiko besorgniserregend. Zahlreiche Tiere waren stark verschmutzt, ihr Fell teilweise mit Kot verklebt oder stark verfilzt. Viele Hunde zeigten deutliche Angstreaktionen, einige litten unter entzündeten Augen und Juckreiz.
Obwohl die Tiere nicht offensichtlich unterernährt waren, hatten viele großen Durst. Daher wird vermutet, dass die Versorgung mit frischem Wasser nicht ausreichend gewährleistet war.
Da ein einzelnes Tierheim die große Anzahl an Hunden nicht aufnehmen konnte, wurden die Tiere noch am selben Tag auf mehrere Einrichtungen verteilt. Neben dem TiKo wurden auch die Tierheime in Villach, Wolfsberg sowie das Tierheim Garten Eden in die Versorgung eingebunden.
In den kommenden Tagen werden alle Hunde tierärztlich untersucht, behandelt und von Parasiten befreit. Erst danach kann ihr gesundheitlicher Zustand vollständig beurteilt werden.
In den nächsten Wochen liegt der Fokus auf medizinischer Betreuung und behutsamer Pflege. Viele Tiere sind scheu und verängstigt und benötigen vor allem Zeit, Ruhe und Vertrauen. Ob und wann die Hunde vermittelt werden können, ist derzeit noch offen und wird in enger Abstimmung mit den Behörden entschieden.
TiKo-Präsidentin Dr. Anna Offner betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Dieser Einsatz zeigt, wie wichtig eine funktionierende Tierrettung und die enge Zusammenarbeit mit den Behörden ist. Ohne die schnelle Reaktion der Amtstierärztin, der Polizei und der Unterstützung anderer Tierheime hätten wir diese große Anzahl an Hunden nicht so rasch in Sicherheit bringen können.“
Foto: TiKo