Pressemeldungen April 2026
Gastronomie fordert strengere Regeln gegen Fake-Bewertungen im Internet
Gefälschte oder manipulierte Online-Bewertungen stellen für Gastronomiebetriebe zunehmend ein Problem dar. Die Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Kärnten fordert daher strengere Regeln in Österreich, um Fake-Bewertungen einzudämmen und die Glaubwürdigkeit von Bewertungen zu stärken.
Fachgruppenobmann Stefan Sternad betont, dass Online-Bewertungen für viele Gäste eine wichtige Orientierung darstellen. „Damit dieses Instrument fair funktioniert, müssen Bewertungen echt, nachvollziehbar und aktuell sein. Regeln wie in Italien sind ein sinnvoller Schritt, um Vertrauen zu stärken und Rufschädigung durch Fake-Einträge zu begrenzen“, so Sternad.
Aus Sicht der Gastronomie sind sachliche und konstruktive Rückmeldungen grundsätzlich wichtig, um Qualität weiterzuentwickeln. Problematisch seien jedoch Bewertungen von Personen, die nie Gast waren, oder pauschale und emotional gefärbte Einträge ohne tatsächlichen Hintergrund. Solche Inhalte könnten nicht nur Gäste in die Irre führen, sondern auch zu einem unfairen Wettbewerb führen.
Die Fachgruppe schlägt mehrere Maßnahmen für ein mögliches österreichisches Modell vor. Dazu zählt etwa, dass Bewertungen nur nach tatsächlich erfolgter Nutzung einer Leistung abgegeben werden können, etwa durch einen Buchungs- oder Belegnachweis. Zudem sollen Bewertungen möglichst zeitnah erfolgen und veraltete Einträge unter bestimmten Voraussetzungen entfernt werden können. Auch schnellere Verfahren zur Entfernung problematischer Inhalte sowie klare Regeln gegen gekaufte oder koordinierte Fake-Bewertungen werden gefordert.
„Kritik ist wichtig und soll möglich sein. Nicht akzeptabel sind jedoch bewusste Falschdarstellungen oder Manipulationen“, betont Sternad. Ziel sei es, gemeinsam mit Konsumentenschutzorganisationen, Plattformbetreibern und Branchenvertretungen praktikable Regeln zu entwickeln, die sowohl Gäste als auch Betriebe schützen.
Bild: KI-generiert