Drei Freitage, drei Klimastreiks und eine gemeinsame Forderung: Unter dem Motto „Ohne Klimaschutz ist alles nix“ ging Fridays For Future Kärnten/Koroška am 16., 23. und 30. Oktober in Klagenfurt auf die Straße. Ausgangspunkt war jeweils der Neue Platz, von wo aus die Teilnehmer durch die Innenstadt zogen.
In ihrer Bilanz vom 2. November zeigt sich die Klimabewegung entschlossen, den Druck auf die Politik aufrechtzuerhalten. Anlass für die Proteste waren insbesondere die Folgen des vergangenen Sommers. Fridays For Future verweist auf 55 Hitzetage in Kärnten und die zunehmenden Belastungen für Gesundheit und Landwirtschaft.
Die Bewegung kritisiert, dass aus ihrer Sicht zu wenig passiert, um die angekündigten Klimaziele zu erreichen. Besonders die Stadt Klagenfurt wird an ihre 2021 formulierten Vorhaben erinnert, bis 2030 eine bilanzierte Klimaneutralität zu erreichen und den CO₂-Ausstoß bis 2040 um 90 Prozent zu reduzieren.
Gefordert werden ein verbindlicher Klimafahrplan, wirksame gesetzliche Vorgaben, der Ausbau erneuerbarer Energien und eine umfassende CO₂-Bepreisung.
„Wir gingen diesen Monat dreimal auf die Straße, weil wir das Stillschweigen und das ständige Verschieben von Klimaschutzmaßnahmen nicht mehr hinnehmen dürfen“, erklärt die 22-jährige Klimaaktivistin Larissa.
Während des Streikmonats kamen auch Vertreter verschiedener Initiativen zu Wort. "Plant Based Universities" setzte sich für eine stärker pflanzliche Ernährung an Universitäten ein, "Health For Future" machte auf die gesundheitlichen Folgen der Hitze aufmerksam und "Scientists For Future" kritisierte die fehlende Verbindlichkeit im Entwurf des österreichischen Klimagesetzes. Auch "Guter Grund" und die "Allianz Energiesicherheit" beteiligten sich mit Beiträgen zu sozialer Gerechtigkeit und einer Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe.
Für Fridays For Future steht nach den drei Demonstrationen fest, dass die Forderungen weiter aufrechterhalten werden. Die Bewegung erwartet von Bundesregierung und Stadt Klagenfurt konkrete Schritte, damit angekündigte Klimaziele auch erreicht werden.
Foto: Fridays for Future Kärnten/Koroška