Pressemeldungen September 2026
Zivilschutz-Probealarm: Am Samstag heulen Sirenen und Smartphones
Am Samstag wird es in ganz Kärnten laut: Zwischen 12 und 12.45 Uhr werden beim österreichweiten Zivilschutz-Probealarm die verschiedenen Sirenensignale getestet. Gleichzeitig wird das digitale Bevölkerungswarnsystem AT-Alert flächendeckend in ganz Österreich ausgelöst. Dabei erscheint eine Systemnachricht auf den Smartphones.
Die Bevölkerung wird gebeten, während des Probealarms keine Notrufnummern zu blockieren. Das Land Kärnten richtet unter 050 536 57057 ein Infotelefon ein, das am 3. Oktober von 12 bis 13 Uhr besetzt ist.
Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner verweist angesichts des Probealarms auch auf die Bedeutung der eigenen Vorbereitung auf Krisen und Katastrophen.
„Uns ist es wichtig, dass die Menschen auf das Thema Zivilschutz aufmerksam werden, sich informieren und auch selbst daheim vorsorgen. Wie wichtig das ist, haben heuer vor allem die schweren Waldbrände im Lesachtal und bei unseren Nachbarn in Friaul-Julisch Venetien gezeigt. Das Zusammenwirken aller Kräfte werden wir auch wieder vom 13. bis 15. November im Rahmen der bisher größten Katastrophenschutzübung in Kärnten proben“, betont Fellner.
Auch AT-Alert spiele dabei eine wichtige Rolle. „Mit diesem Warnsystem erreichen wir nicht nur Gemeindebürgerinnen und -bürger, sondern alle Menschen in einem betroffenen Gebiet, also auch Gäste. Und besonders wichtig: Wir können abgestimmte Informationen und Handlungsanweisungen direkt an die Menschen weitergeben“, erklärt Fellner.
Harald Geissler, Präsident des Kärntner Zivilschutzverbandes, empfiehlt, den Probealarm für einen Sicherheits-Check im eigenen Haushalt zu nutzen. Kontrolliert werden sollten unter anderem Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Material und Rauchmelder. Auch ein Notvorrat an Getränken, Lebensmitteln und Medikamenten sowie ein Batterieradio und eine Notbeleuchtung für einen möglichen Stromausfall gehören zur Vorsorge.
„Mit wenigen Vorbereitungen ist man krisenfester und im Notfall oder bei einer Katastrophe nicht gleich auf fremde Hilfe angewiesen. Unterstützung dabei gibt es durch unsere neue Zivilschutz-App ZIVA. Als europaweit erste App vereint sie persönliche Vorsorge, Gefahreninfos und Echtzeit-Warnungen auf einer Plattform. Somit wird sie auch beim Probealarm aktiv“, so Geissler.
Beim Probealarm wird das Signal „Warnung“ als gleichbleibender Dauerton von drei Minuten ausgelöst. Im Ernstfall warnt dieses Signal vor einer herannahenden Gefahr. Radio oder Fernsehen sind einzuschalten und die dort bekannt gegebenen Verhaltensmaßnahmen zu beachten.
Das Signal „Alarm“ besteht aus einem auf- und abschwellenden Heulton von mindestens einer Minute. Im Ernstfall bedeutet dieses Signal, dass eine Gefahr unmittelbar bevorsteht.
Die „Entwarnung“ erfolgt durch einen gleichbleibenden Dauerton von einer Minute und signalisiert das Ende der Gefahr. Durchsagen im Radio oder Fernsehen sind weiterhin zu beachten.
Der Zivilschutz-Probealarm wird von der Bundeswarnzentrale im Innenministerium gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen durchgeführt.