Pressemeldungen September 2026
Stadtwerke Klagenfurt schreiben 19. Kärntner Lyrikpreis aus
Die Stadtwerke Klagenfurt schreiben heuer zum 19. Mal den Kärntner Lyrikpreis aus. STW-Vorstand Dipl.-Ing. Erwin Smole eröffnete am Donnerstag im Klagenfurter Hotel „Sandwirth“ den Bewerbungsreigen. Insgesamt werden Preisgelder von über 15.000 Euro vergeben.
Jährlich nehmen bis zu 200 Autoren deutscher oder slowenischer Sprache am Wettbewerb teil. Der Kärntner Lyrikpreis wird seit 2008 ununterbrochen veranstaltet, gilt als Talenteschmiede und mittlerweile als zweitgrößter Literaturwettbewerb Kärntens.
„Die Autorinnen und Autoren beweisen damit, dass die Gattung Lyrik in Kärnten einen wichtigen Stellenwert besitzt“, stellte STW-Vorstand Dipl.-Ing. Erwin Smole fest.
Kulturstadtrat Mag. Franz Petritz unterstrich die Bedeutung des Poesiewettbewerbs, bei dem die Schreiber die Welt buchstäblich in Worte gießen würden. Ein Thema wird nicht vorgegeben. Die eingereichten Werke können sich daher mit unterschiedlichsten Bereichen beschäftigen, von Sehnsüchten, menschlichen Abgründen, Liebe und unerfüllten Hoffnungen über Landschaften und Kriege bis hin zum Tod.
PEN-Club-Austria-Vorstandsmitglied und Juryvorsitzender Dr. Günter Schmidauer ging auf die Problematik der Künstlichen Intelligenz und KI-generierter Texte ein. Laut Schmidauer kenne KI weder Nachdenken noch Zweifel, ziellose Tagträume oder Visionen. Er dankte den Stadtwerken für die jährliche Auslobung des Kärntner Lyrikpreises, das die Lyrik in den Mittelpunkt stellt und fördert.
Mag. Julija Schellander-Obid vom Slowenischen Kulturverband gab bekannt, dass sich künftig neben dem Kulturverband auch der Zentralverband slowenischer Organisationen am Preis für slowenische beziehungsweise zweisprachige Einreichungen beteiligt. Das Preisgeld wurde deshalb von 500 auf 1.000 Euro verdoppelt. Die Prämie für slowenische Dichtkunst wird heuer zum fünften Mal vergeben.
Lyrikpreis-Initiator, Autor und „Vater des Lyrikpreises“ Prof. Dr. Harald Raffer erklärt:: „Der Lyrikpreis fand schon mehrmals große Anerkennung, etwa durch mehrmalige Auszeichnungen mit einem Maecenas. Wir freuen uns auf die Einsendungen und die großartigen Formulierungen der Poet:innen.“ Das Logo der Veranstaltungsreihe wurde vom slowenischen Künstler Gustav Janus entworfen.
Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, der zweite mit 1.500 Euro und der dritte mit 800 Euro. Die drei Sieger erhalten außerdem eine Glastrophäe der HTL Ferlach. Jeweils 500 Euro kommen von der PSG Poster Service GmbH, der KEG Kraftwerkserrichtungs- und Betriebsgesellschaft und dem PEN-Club Austria.
Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz gab zudem bekannt, dass der Preis der Stadt Klagenfurt für ein Lebenswerk verdoppelt wird. Dieser ist heuer mit 3.000 Euro dotiert.
Das Land Kärnten, Kulturabteilung, vergibt nach Jurybeschluss einen Sonderpreis von 3.000 Euro für ein Lebenswerk. Zusätzlich werden fünf Ehrenpreise vergeben.
Teilnahmeberechtigt sind Kärntner Lyriker sowie Kärntner, die in anderen Bundesländern oder im Ausland leben. Bei freier Themenwahl können bis zu vier unveröffentlichte Gedichte in deutscher und/oder slowenischer Sprache eingereicht werden. Mundart ist ausgeschlossen. Das Auswahlverfahren erfolgt anonymisiert. Bei postalischer Einreichung sind die Gedichte in achtfacher Ausfertigung einzusenden.
Der Jury gehören Dr. Günter Schmidauer als Vorsitzender, Schriftsteller Dr. h. c. Josef Winkler, Journalistin Ilse Gerhardt, Kulturexpertin Mag. Katharina Herzmansky, Lyrikerin und Bibliothekarin Mag. Cvetka Lipus sowie Autor Prof. Dr. Harald Raffer, ohne Stimmrecht, an.
Die feierliche Übergabe des Kärntner Lyrikpreises 2026 findet am Donnerstag, 5. November, um 18 Uhr im Klagenfurter Stadthaus statt. Die siegreichen Autoren lesen aus ihren Werken. Zur Kultur-Gala mit Musik und Buffet sind Kulturliebhaber eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Foto: Mein Klagenfurt