Pressemeldungen September 2026
SPÖ Klagenfurt will Ordnungsamt durch Mobiles Bürgerservice ersetzen
Die SPÖ Klagenfurt legt einen Vorschlag für die Zukunft des städtischen Ordnungsamtes vor. Das Ordnungsamt soll in seiner bisherigen Form aufgelöst und durch ein Mobiles Bürgerservice, kurz MOBI, ersetzt werden. Der Schwerpunkt soll auf Information, Unterstützung und Problemlösung liegen. Die Kontrolle städtischer Verordnungen soll weiterhin zu den Aufgaben gehören.
Anlass für den Vorstoß sind auch die jüngsten Diskussionen rund um das Klagenfurter Ordnungsamt. Laut einem Bericht der Kleinen Zeitung mussten sich zuletzt zwei Mitarbeiter vor Gericht verantworten. Videoaufzeichnungen am ÖBB-Parkplatz zeichneten demnach ein anderes Bild des Geschehens, als es ursprünglich dargestellt worden war.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Bürgermeister Christian Scheider angekündigt, das Ordnungsamt mit Ende 2025 aufzulösen. Dazu kam es allerdings nicht.
Die SPÖ verweist nun auch auf die Personalentwicklung. Laut der stellvertretenden Klubobfrau Ines Domenig hatte Scheider in den Medien auf die Reduktion von vier Stellen verwiesen. Im Budgetvoranschlag 2027 seien jedoch wieder zwei zusätzliche Mitarbeiter vorgesehen.
„Scheider hat die Abschaffung angekündigt, dann zurückgenommen und Reformen versprochen. In den Medien verweist er darauf, vier Stellen reduziert zu haben. Im Budgetvoranschlag 2027 sind nun allerdings wieder zwei zusätzliche Mitarbeiter vorgesehen. Statt einer grundlegenden Reform drohen damit erneut steigende Kosten“, erklärt Domenig.
Nach dem Konzept der SPÖ soll MOBI künftig als mobile Anlaufstelle für die Klagenfurter Bevölkerung dienen. Die Mitarbeiter sollen Anliegen aufnehmen, Probleme erkennen und dafür sorgen, dass diese rasch an den zuständigen Stellen bearbeitet werden. Auch die Einhaltung und Kontrolle städtischer Verordnungen soll weiterhin gewährleistet werden.
„Unser Ziel ist klar: Klagenfurt soll zur freundlichsten Stadt Österreichs werden, wenn es um den Service für seine Bürgerinnen und Bürger geht. Dafür braucht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Menschen auf Augenhöhe begegnen, Probleme erkennen und Lösungen ermöglichen“, erläutert SPÖ Klubobmann und Vizebürgermeister Ronald Rabitsch.
MOBI soll in den Magistrat eingegliedert werden. Die SPÖ plant eine schlankere Personalstruktur, um Kosten zu reduzieren. Zudem sollen klare Standards für die Arbeit des Mobilen Bürgerservice festgelegt werden.
Die Mitarbeiter des bisherigen Ordnungsamtes sollen die Möglichkeit erhalten, sich für eine Tätigkeit bei MOBI zu qualifizieren. Auch externe Bewerbungen sollen möglich sein. Vorgesehen sind Schulungen in Bürgerkommunikation, Konfliktmanagement, Deeskalation und serviceorientiertem Verhalten.
Die SPÖ will nun Gespräche mit allen Rathausparteien führen, um Unterstützung für das vorgeschlagene Mobile Bürgerservice zu finden.
Foto: Mein Klagenfurt