Für rund 67.400 Schüler in Kärnten beginnt am Montag wieder der Schulalltag. 42.069 besuchen eine allgemeinbildende Pflichtschule, 25.366 eine weiterführende Bundesschule. 7,8 Prozent starten erstmals schulpflichtig in ein Schuljahr, 3,7 Prozent besuchen eine Maturaklasse.
Bildungsreferent Peter Reichmann und Präsidialleiter sowie Bildungsdirektor i.V. Robert Derhaschnig präsentierten die Zahlen und Neuerungen für das Schuljahr 2026/27 bei einem Pressgespräch in der MS St. Ruprecht in Klagenfurt.
Insgesamt verteilen sich die Schüler auf 3.508 Klassen, davon 2.383 im allgemeinen Pflichtschulbereich und 1.125 in höheren Bundesschulen. Rund 7.342 Pädagogen begleiten die Kinder durch das neue Schuljahr. Laut Derhaschnig sollen bis zum Schulbeginn alle ausgeschriebenen Stellen besetzt sein.
Eine Neuerung ist die verpflichtende Suspendierungsbegleitung. Dabei übernehmen in Kärnten insbesondere Schulsozialarbeit und Schulpsychologie eine wichtige Rolle. Für Jugendliche, die nach erfüllter Schulpflicht die Schule vorzeitig verlassen oder ausgeschlossen werden, sind Perspektivengespräche vorgesehen.
An größeren Pflichtschulen startet außerdem das sogenannte „mittlere Management“. Lehrkräfte können administrative und organisatorische Aufgaben übernehmen und damit die Schulleitungen entlasten. Ab dem Schuljahr 2027/28 soll das Modell auf weitere Pflichtschulen ausgeweitet werden.
Auch bei der Deutschförderung erhalten Schulen künftig mehr Spielraum, um Fördermaßnahmen an ihre jeweilige Situation und die Bedürfnisse ihrer Schüler anzupassen.
Bereits in Kraft ist das gesetzliche Kopftuchverbot für Schülerinnen bis zum 14. Geburtstag. Laut Reichmann sind in Kärnten rund 0,007 Prozent der Schülerinnen von der neuen Regelung betroffen.
Geplant ist zudem die Veröffentlichung standortbezogener Schuldaten. Den Anfang machen Volksschulen, weitere Schulformen sollen folgen.
Foto: LR Reichmann