Pressemeldungen September 2026
ÖAMTC: Erntezeit erhöht Unfallgefahr auf Kärntens Straßen
Mit der Hochphase der Erntezeit steigt auch das Verkehrsaufkommen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge. Traktoren und Mähdrescher sind groß, schwer und deutlich langsamer als der übrige Verkehr. Zudem können sie etwa hinter hochgewachsenem Mais oder Getreide leicht übersehen werden und plötzlich auf die Straße einbiegen.
Besondere Vorsicht ist bei verschmutzten Fahrbahnen geboten. Erde und Schlamm können die Haftung deutlich verringern. Bei Regen kann ein rutschiger Schmutzfilm entstehen, der laut ÖAMTC ähnlich gefährlich wie Glatteis sein kann. Bremswege verlängern sich, für Motorrad- und Mopedfahrer besteht ein besonders hohes Sturzrisiko.
Autofahrer sollten während der Erntezeit auf Sicht fahren, ausreichend Abstand halten und riskante Überholmanöver vermeiden. „Auch wenn man eine Strecke gut kennt, können sich die Bedingungen während der Erntezeit täglich ändern. Wer frühzeitig die Geschwindigkeit reduziert und geduldig bleibt, erhöht die Sicherheit für alle Beteiligten“, betont Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.
Die Pflicht zur Ladungssicherung betrifft nicht nur landwirtschaftliche Transporte, sondern beispielsweise auch Hobby-Gärtner, die Obst, Gemüse oder Grünschnitt transportieren.
„Wer seine Ladung nicht ordnungsgemäß sichert, riskiert Strafen von bis zu 10.000 Euro. Wird dadurch die Verkehrssicherheit gefährdet, kann zusätzlich eine Vormerkung im Führerscheinregister erfolgen“, erklärt ÖAMTC-Jurist Matthias Wolf.
Kleinere Transporte sollten mit einem Netz oder einer Plane vollständig abgedeckt werden. Schwere Gegenstände gehören im Pkw möglichst tief in den Kofferraum und direkt an die Rücksitzlehne. Auch größere Erd- oder Schmutzmengen müssen von Reifen und Fahrzeugen entfernt werden, bevor öffentliche Straßen befahren werden.
Foto: Symbolbild