Pressemeldungen September 2026
Lange Nacht der Museen: 50 Museen und Galerien öffnen in Klagenfurt
Am Samstag, 3. Oktober 2026, steht Kärnten wieder ganz im Zeichen der „ORF-Langen Nacht der Museen“. Von 18 bis 24 Uhr öffnen Museen, Galerien und weitere Kulturinstitutionen ihre Türen. Besonders groß ist das Angebot in Klagenfurt: 50 Museen und Galerien nehmen in der Landeshauptstadt teil. Dazu kommen sieben Einrichtungen in Villach und 20 regionale Kulturinstitutionen. Damit sind es in Kärnten insgesamt 77 teilnehmende Einrichtungen. 21 Häuser bieten ein eigenes Kinderprogramm an.
Karin Bernhard, Landesdirektorin des ORF Kärnten, sagt dazu: „Die ‚ORF-Lange Nacht der Museen‘ ist längst zu einem der schönsten Kulturereignisse unseres Landes geworden. Sie lädt dazu ein, Museen, Galerien und Kulturstätten auf besondere Weise zu entdecken und neue Perspektiven auf Kunst, Geschichte und Tradition zu gewinnen. Als öffentlich-rechtliches Medienhaus ist es dem ORF ein besonderes Anliegen, kulturelles Schaffen sichtbar zu machen. Mein herzlicher Dank gilt allen Institutionen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Besucherinnen und Besuchern, die diese Nacht zu etwas Besonderem machen. Ich wünsche Ihnen eine unvergessliche ‚ORF-Lange Nacht der Museen‘!“
Der „Treffpunkt Museum“ befindet sich vor dem Stadttheater Klagenfurt. Dort sind am 3. Oktober bereits ab dem Vormittag Informationsbroschüren und Tickets erhältlich. Gleichzeitig ist der Theaterplatz der zentrale Ausgangspunkt für die Fußroute und die Busrouten durch Klagenfurt.
Die Veranstaltungsorte entlang der Buslinien 1 bis 5 werden von 18 bis 24 Uhr in Abständen von rund 15 Minuten angefahren. Die Linie 6 fährt ungefähr alle 30 Minuten. Zusätzlich sind zwei Oldtimer-Busse unterwegs. Zwischen Klagenfurt und Villach gibt es ebenfalls einen Shuttle: Ab Klagenfurt Theaterplatz fährt dieser um 18, 20 und 22 Uhr, ab Villach Nikolaiplatz um 19, 21 und 23 Uhr. Die Einrichtungen in der Klagenfurter Innenstadt sind großteils auch zu Fuß erreichbar.
Das Programm der Langen Nacht der Museen in Klagenfurt reicht von bildender Kunst und Literatur über Architektur und Fotografie bis zu Musik, Stadtgeschichte und Naturwissenschaften.
In der Alpen-Adria-Galerie im Stadthaus ist unter dem Titel „Durch die Zeit“ eine Auswahl aus mehreren Jahrzehnten des Schaffens von Armin Guerino zu sehen. Um 20 Uhr führt der Künstler selbst durch die Ausstellung.
Auch das Stadthaus wird an diesem Abend zu einem großen Kunstschauplatz. Im Foyer zeigt Helmut Koschier „Abstract Painting Masking Tape“, während Tanja Krauß Tierfotografie präsentiert. In der Studiogalerie sind Arbeiten von Nicklaus Alian zu sehen. Nicole Koch zeigt im Vorzimmer des ersten Stocks Objekte, Modeschmuck und Dekogegenstände. Im Sitzungszimmer beschäftigt sich Karina Laru-Naú in „Präsenz der Erinnerung“ mit Erinnerung, Gegenwart und kollektiven weiblichen Erfahrungen. In der Gewölbegalerie präsentiert die Kärntner Malergilde unter dem Titel „Vielfalt 2.0“ zeitgenössische Malerei. Führungen gibt es dort um 19, 21 und 22.30 Uhr.
Die Stadtgalerie Klagenfurt präsentiert das interdisziplinäre Kunstprojekt „Dialog“. Führungen sind um 19, 21 und 22.30 Uhr vorgesehen. Im Living Studio steht die Arbeit von Katharina Gruzei im Mittelpunkt. Die theatergalerie zeigt „Das große Welttheater“ der Klagenfurter Künstlerin Burgis Paier sowie die Sonderausstellung „Wagner reloaded“ in Kooperation mit dem Stadttheater.
Auch der Stadtpfarrturm Klagenfurt ist Teil der Langen Nacht der Museen. Von der Aussichtsplattform in rund 45 Metern Höhe reicht der Blick über die Klagenfurter Altstadt bis zum Wörthersee, zu den Karawanken und zur Koralpe. In der Turmstube erzählt die Türmerin Geschichten.
Das neue Atelier von Katya Frei am Pfarrplatz ist erstmals öffentlich zugänglich. Zu sehen sind Holzdrucke, Lithografien, Zeichnungen und experimentelle Arbeiten. Die GALERIE3 zeigt „Leo Mayr – Mann beißt Hund: Lindwürmer im Zeitalter des Anthropozäns“. In der Galerie M sind unter dem Titel „Endlich das große Licht“ Landschaftsbilder von Zoran Mušic zu sehen.
Das MMKK Museum Moderner Kunst Kärnten widmet sich mit „fokus sammlung 08. Abstrakt. Material + Struktur“ dem Verhältnis von Material, Struktur, Fläche und Raum. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Hans Bischoffshausen, Valentin Oman und Rudolfine P. Rossmann. In der Burgkapelle ergänzt Hayato Mizutanis „Weiße Leere“ die Ausstellung.
Im Maria Lassnig Atelier am Heiligengeistplatz geben Fotografien, Projektionen und Videos Einblicke in Lassnigs Klagenfurter Jahre und ihre künstlerische Entwicklung ab 1944.
Literatur spielt bei der Langen Nacht der Museen in Klagenfurt ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Robert-Musil-Literatur-Museum zeigt seine ständigen Ausstellungen zu Robert Musil, Ingeborg Bachmann und Christine Lavant. Zur Sonderausstellung „Mein Vater war Bahnbeamter“, einer Hommage an den ersten Bachmannpreisträger Gert Jonke, werden Führungen angeboten.
Auch das Ingeborg Bachmann Haus Klagenfurt ist geöffnet. Die Ausstellung im Haus in der Henselstraße, in dem Bachmann einen großen Teil ihrer Kindheit und Jugend verbrachte, vermittelt Leben und Werk der 1926 in Klagenfurt geborenen Schriftstellerin.
Im kärnten.museum Klagenfurt führt die Lange Nacht der Museen durch die Landes- und Kulturgeschichte sowie den Naturraum Kärntens. Zu sehen sind unter anderem der „Lindwurmschädel“, das Großglockner-Relief und das Siebenhirter-Schwert. Die Sonderschau „Ägypten“ präsentiert erstmals die ägyptische Sammlung des Museums in ihrer Gesamterfassung. Mitmachstationen, Udo-Jürgens-Karaoke und ein Kinderprogramm ergänzen das Angebot. Die Pressemappe nennt außerdem das Dionysos-Mosaik als einen der historischen Schätze des Hauses.
Im Kärntner Volksliedwerk und Volksliedarchiv können Besucher hinter die Kulissen des Archivs schauen und Liedanfragen stellen. Das Koschat-Museum präsentiert als Neuheit den einzigen Tonträger des Liederfürsten Thomas Koschat, das 3. Quintett aus dem Jahr 1907. Der Männerchor Koschatbund singt zwischen 19 und 21 Uhr.
In der HAFENSTADT URBAN AREA beschäftigt sich „Dark City – Things to Come“ mit Perspektiven auf Klagenfurt. Kunst, Politik und Wissenschaft fließen in die räumliche Erzählung über Stadt, Wandel und Zukunft ein.
Der Kunstraum Lakeside zeigt Filme des ägyptischen Künstlers Mohamed Abdelkarim. Im Kärntner Botanikzentrum steht der Erlebnis- und Erfahrungsraum Kreuzbergl-Stollen unter dem Titel „über.leben“ im Mittelpunkt.
Im Raum für Fotografie führt Göran Gnaudschuns Ausstellung „Are You Happy?“ an den östlichen Stadtrand von Rom. Das Eboardmuseum präsentiert Originalinstrumente von Weltstars, Geschichten aus Pop, Schlager, Jazz und Rock sowie Live-Musik mit bekannten Soundtracks und Filmhits.
In der Sternwarte Klagenfurt stehen Sternbildwanderungen vom Großen Wagen zum Polarstern sowie Jupiter, Saturn und die Andromedagalaxie auf dem Programm. Bei der Lendcanaltramway sowie dem Stadtverkehrs- und Kinomuseum gibt es eine nächtliche Fahrt mit der historischen Lendcanaltramway. Das Kinomuseum beschäftigt sich unter dem Titel „Gemma Kino?!“ mit der Geschichte des Kinos.
21 Einrichtungen in Kärnten bieten spezielle Programme für Kinder an. Wer bei einem Kinderprogramm mitmacht, erhält einen Stempel im Kinderpass. Ab drei Stempeln gibt es beim „Treffpunkt Museum“ eine kleine Überraschung.
Mehrere dieser Angebote befinden sich in Klagenfurt. Im Architektur Haus Kärnten im Napoleonstadel können Kinder aus Kritzeleien Entwurfsideen und aus Kartenhäusern kleine Architekturmodelle entwickeln. Das Jugendkulturzentrum K2 [kwadr.at] bietet Comics, Cosplay, Gaming, Anime, LARP und Anime-Zeichnen. Acryl-Lichter und Armbänder können selbst gestaltet werden. In der wissens.wert.welt führt die Mitmach-Ausstellung „Mission Klimaschutz“ Kinder ab sechs Jahren und ihre Familien durch verschiedene Ökosysteme und beschäftigt sich mit der Frage, was jeder selbst zum Klimaschutz beitragen kann.
Im Megapoint Indoor Skatepark treffen Live-Painting und Graffiti auf eine BMX-Show. Im Freiraum 13 ergänzen Lesungen, Musik und Kinderschminken die Kunstausstellung. Auch der Wappensaal im Landhaus Klagenfurt bietet ein Programm für junge Besucher. Dort führt eine neue interaktive Dauerausstellung durch das „Tor zur Demokratie“.
Zusätzlich gibt es im Innenhof des Stadthauses wieder die Kindermalwerkstatt „Erlebnis vor Ergebnis“ für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Die Maleinheiten werden zwischen 18.30 und 22.45 Uhr angeboten und dauern 30 bis 45 Minuten. Gleichzeitig können maximal zwölf Kinder teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich vor Ort im Stadthaus.
Neben den 50 Museen und Galerien in Klagenfurt nehmen sieben Einrichtungen in Villach und 20 regionale Museen und Kulturorte teil. Die regionalen Stationen befinden sich in Bad Eisenkappel, Bleiburg, Dellach im Gailtal, Frög/Rosegg, Grafenstein, Himmelberg, Hüttenberg, Kötschach-Mauthen, Ludmannsdorf, Nötsch, Obervellach, Pörtschach, Völkermarkt und Wolfsberg.
Zum regionalen Programm gehören unter anderem die Keltenwelt Frög, das Werner Berg Museum in Bleiburg, das Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg, das Museum des Nötscher Kreises, das Pörtschach Archiv und das Museum im Lavanthaus in Wolfsberg. Für die regionalen Museen gibt es ein eigenes Ticket um sieben Euro. Dieses gilt allerdings nicht in Klagenfurt und Villach und berechtigt auch nicht zur Benutzung der Shuttlebusse.
Das reguläre Ticket kostet 19 Euro, das ermäßigte Ticket 16 Euro. Ermäßigungen gibt es für Ö1-Club-Mitglieder, Schüler, Studierende, Senioren, Menschen mit Behinderungen und Präsenzdiener. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Die regulären und ermäßigten Tickets gelten am 3. Oktober von 18 bis 24 Uhr für alle beteiligten Museen und Kulturinstitutionen sowie als Fahrschein für die Shuttlebusse.
Tickets sind im Vorverkauf bei den teilnehmenden Museen und Kulturinstitutionen sowie online erhältlich. Am Veranstaltungstag können sie auch beim „Treffpunkt Museum“ vor dem Stadttheater Klagenfurt gekauft werden. Das Ticket garantiert allerdings keinen Eintritt zu einer einzelnen Veranstaltung, wenn dort die Kapazitätsgrenze erreicht ist.
Das detaillierte Programm und die genauen Beginnzeiten sind unter langenacht.ORF.at sowie in der „Lange Nacht“-App abrufbar. Programmänderungen, insbesondere bei den Beginnzeiten, sind laut Veranstalter möglich.
Foto: ORF/Thomas Hude