Pressemeldungen September 2026
Gewerkschaft vida fordert schärfere Lkw-Kontrollen in Kärnten
Nach der Kontrolle eines Lkw mit erheblichen technischen Mängeln in Klagenfurt fordert die Gewerkschaft vida Kärnten Konsequenzen.
Bei dem Fahrzeug waren unter anderem beschädigte Reifen, ein undichter Tank, Korrosionsschäden und Verstöße bei den Lenk- und Ruhezeiten festgestellt worden.
„Die Kärntner Polizei hat einmal mehr im letzten Moment eine potenziell lebensgefährliche Situation verhindert. Der Vorfall zeigt jedoch auch, dass die wahren Verantwortlichen noch immer viel zu oft ungeschoren davonkommen“, erklärt Markus Petritsch, stellvertretender Landesvorsitzender der vida Kärnten und Vorsitzender des Fachbereichs Straße.
Die Gewerkschaft sieht ein Problem vor allem dann, wenn Auftrag- und Dienstgeber ihren Sitz im europäischen Ausland haben und dadurch die Ahndung von Verstößen erschwert wird. Gleichzeitig würden Fahrer unter Druck geraten und bei Verstößen selbst rechtliche Konsequenzen riskieren.
Vida fordert daher neben höheren Verwaltungsstrafen auch strafrechtliche Konsequenzen für Auftrag- und Dienstgeber sowie mehr Kontrollpersonal auf den Straßen.
„Die Politik ist gefordert, ihrer Verantwortung nachzukommen. Wir brauchen mehr Kontrollpersonal auf den Straßen und gleichzeitig stärkeren Druck auf jene EU-Staaten, in denen Verstöße noch immer zu wenig verfolgt werden. Solange sich das Verschicken von rollenden Zeitbomben wirtschaftlich lohnt, bleibt die Sicherheit auf unseren Straßen gefährdet“, so Petritsch.
Foto: Landespolizeidirektion Kärnten/Symbolbild