Pressemeldungen Oktober 2026
Stadtwerke Klagenfurt unterstützen Schilfschutz in der Wörthersee Ostbucht
Im Europaschutzgebiet Lendspitz–Maiernigg in der Wörthersee Ostbucht wurden im Sommer 2026 weitere Maßnahmen zum Schutz der Natur umgesetzt. Im Rahmen des Projekts „City meets Nature“ unterstützen die Stadtwerke Klagenfurt (STW) die Betreuung des Schutzgebiets. Ein Schwerpunkt lag auf dem Schutz des Schilfgürtels am Seeufer.
Schilf bietet zahlreichen Wasservögeln, Fischen, Insekten und Amphibien Nahrung, Schutz und Brutplätze. Gleichzeitig schützt es das Ufer vor Erosion und schwächt die Kraft der Wellen ab. Besonders junges Schilf kann durch Wellenschlag, anfahrende Boote oder das Betreten der Uferzone beschädigt werden.
Im August 2026 wurden am Lendspitz weitere 30 Laufmeter sogenannte Weidenfaschinen eingebaut. Dabei handelt es sich um Bündel aus Weidenzweigen, die im Wasser als natürlicher Wellenschutz dienen. Sie halten Boote auf Abstand, bieten Fischen und anderen Wasserlebewesen Unterschlupf und ermöglichen es den Wasserpflanzen und dem Schilf, sich dahinter wieder auszubreiten.
Diese kostengünstige und ökologische Schutzmaßnahme hat sich laut Projektverantwortlichen bereits in den vergangenen Jahren bewährt. An den Arbeiten waren die Berufsfeuerwehr Klagenfurt und Mitarbeiter des Baumpflegetrupps der Klade Group beteiligt.
Auch die Information der Badegäste spielte eine wichtige Rolle. Rangerin Fabiola Strecker war im August in den drei Strandbädern der Stadtwerke Klagenfurt unterwegs und erklärte, wie Besucher zum Schutz der Natur beitragen können. Die Initiative „Fair am See“ empfiehlt, mit Stand-up-Paddleboards (SUPs) und anderen Wasserfahrzeugen mindestens 20 Meter Abstand zu Schilfbeständen und Seerosenfeldern zu halten. So können empfindliche Pflanzen und die dort lebenden Tiere besser geschützt werden.
Neben den Arbeiten am Seeufer wurden im Sommer auch Maßnahmen gegen die Ausbreitung gebietsfremder Pflanzen, sogenannter Neophyten, durchgeführt. An den Wiesen- und Waldrändern im Schutzgebiet wurden Springkraut und Goldrute unmittelbar nach der Blüte gemäht, um ihre weitere Ausbreitung einzudämmen.
Mit diesen Maßnahmen soll das Europaschutzgebiet Lendspitz–Maiernigg als Lebensraum für zahlreiche Tierarten erhalten bleiben. Dazu zählen unter anderem Zwergdommel, Rohrspatz und Blesshuhn.
Fotos: Glatz-Jorde/Hecke/Motivans-Svara/E.C.O.