Pressemeldungen Oktober 2026
Sicher mit dem Fahrrad durch den Herbst: Darauf sollten Radfahrer achten
Auch im Herbst sind viele Kärntner mit dem Fahrrad unterwegs, ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder in der Freizeit. Bewegung an der frischen Luft stärkt die Gesundheit und das Immunsystem. Wer kürzere Strecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegt, kann außerdem Spritkosten sparen.
Rund vier von zehn Autofahrten in Kärnten sind kürzer als fünf Kilometer. Gerade auf solchen Kurzstrecken ist der Spritverbrauch pro Kilometer besonders hoch, erinnert die Mobilitätsorganisation VCÖ.
„Spritsparen zahlt sich heuer besonders aus. Gerade bei kürzeren Distanzen ist das Fahrrad eine günstige Alternative zum Auto. Vor allem, da auf Kurzstrecken der Spritverbrauch pro Kilometer besonders hoch ist“, erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Mit den kürzer werdenden Tagen steigt die Wahrscheinlichkeit, bei Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs zu sein. Deshalb sollten Vorder- und Rücklicht zuverlässig funktionieren. Besonders praktisch ist ein Rücklicht mit Standlichtfunktion, das auch beim Warten an einer Kreuzung weiterleuchtet. Vorgeschrieben sind zudem ein weißer Rückstrahler vorne, ein roter hinten, Reflektoren an den Pedalen sowie seitliche Rückstrahler oder reflektierende Reifen. Helle Kleidung und zusätzliche reflektierende Elemente verbessern die Sichtbarkeit.
Feuchtes Laub, Kanaldeckel und nasse Fahrbahnoberflächen können im Herbst zur Gefahr werden. Besonders in Kurven und auf Brücken sollten Radfahrer ihre Geschwindigkeit anpassen und vorsichtig bremsen. Auch gut funktionierende Bremsen und Reifen mit ausreichend Profil sind wichtig. Wer seit dem Frühjahr viel gefahren ist, sollte das Fahrrad überprüfen und gegebenenfalls ein Service durchführen lassen. Bei kühleren Temperaturen empfehlen sich Handschuhe und eine dünne Haube unter dem Fahrradhelm. Regenhosen und Regencapes schützen bei Nieselregen.
Der VCÖ hat folgende Empfehlungen zusammengestellt:
Laut einer VCÖ-Auswertung auf Basis von Daten der Statistik Austria wurden im vierten Quartal 2025 in Kärnten 63 Personen mit herkömmlichen Fahrrädern im Straßenverkehr verletzt. Das waren um 70 Prozent weniger als im dritten Quartal. Bei E-Bikes wurden neun Verletzte registriert, ein Rückgang um 93 Prozent. Von Oktober bis Dezember 2025 gab es in Kärnten keinen tödlichen Radunfall.
Auch Autofahrer können zur Sicherheit beitragen. Laut Statistik Austria wurden im Jahr 2025 österreichweit 73 Prozent der Unfälle zwischen Fahrrädern und Pkw von den Pkw-Lenkern verursacht. Gerade bei schlechter Sicht sollten Autofahrer deshalb ihre Geschwindigkeit reduzieren. Der VCÖ verweist außerdem auf die Bedeutung gut ausgebauter Radwege und verkehrsberuhigter Straßen für die Sicherheit aller Altersgruppen.
Foto: Mein Klagenfurt