Wenn es Anfang November plötzlich laut am Himmel kracht, könnten österreichische Eurofighter dafür verantwortlich sein. Das Bundesheer führt von Dienstag, 3. November, bis Freitag, 13. November 2026, sein zweites Überschalltraining des Jahres durch.
An den Trainingstagen sind bis zu drei Überschallflüge zwischen 8 und 19 Uhr vorgesehen. Trainiert wird über weiten Teilen Österreichs, auch Kärnten gehört zu den Fluggebieten. Ausgenommen sind Tirol, Vorarlberg und die Ballungsräume rund um die Landeshauptstädte.
Bei Überschallgeschwindigkeit, die bei etwa 1.200 km/h beginnt, entstehen Stoßwellen, die am Boden als lauter Knall wahrgenommen werden können. Um die Lärmbelastung möglichst gering zu halten, fliegen die Eurofighter in Höhen über 12.500 Metern. Außerdem werden die Beschleunigungsphasen möglichst kurz gehalten.
Zwischen 12 und 13 Uhr sowie an Wochenenden finden keine Überschallflüge statt. Auch die Flughöhe, das Gelände und die Wetterbedingungen beeinflussen, wie laut der Knall am Boden wahrgenommen wird.
Das Training dient der österreichischen Luftraumüberwachung. Neben den Piloten üben auch Radarleitoffiziere sowie die militärische und zivile Flugsicherung die Zusammenarbeit.
„Dieses Training ist für unsere Luftstreitkräfte unverzichtbar. Rund 50-mal pro Jahr werden die Eurofighter alarmiert, dann muss jeder Handgriff sitzen und die Koordination in der Luft friktionslos funktionieren“, erklärt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Die konkreten Fluggebiete werden mit der zivilen Flugsicherung abgestimmt. Über Klagenfurt und anderen Ballungsräumen finden keine geplanten Überschallflüge statt, Flüge unterhalb der Schallgeschwindigkeit bleiben dort jedoch möglich.
Foto: Markus Zinner/Bundesheer