Verstorbene versorgen, Trauerfeiern organisieren und Angehörige in schwierigen Stunden begleiten: Der Beruf des Bestatters ist vielseitig und verlangt neben fachlichem Wissen vor allem Einfühlungsvermögen.
Bei Bestattung Kärnten und PAX Bestattung, die gemeinsam das zweitgrößte Bestattungsunternehmen Österreichs bilden, ist mittlerweile jeder vierte Mitarbeiter eine Frau. An den insgesamt zwölf Standorten in Kärnten und der Steiermark sind Frauen sowohl in der Beratung als auch bei der Durchführung von Bestattungen und in Führungspositionen tätig.
Claudia Matheuschitz ist Teamleiterin der Bestattung Kärnten für Klagenfurt und Unterkärnten. Sie kennt die besonderen Herausforderungen des Berufs.
„Unser Job ist nicht immer leicht, aber sehr sinnstiftend. Wir helfen Menschen in Ausnahmesituationen. Gerade bei sensiblen Beratungsgesprächen – unmittelbar nach einem Todesfall oder auch schon zu Lebzeiten, wenn Menschen alles ordnen und regeln möchten – sind Empathie und Struktur gleichermaßen gefragt.“
Zu den Aufgaben zählen auch die Abholung, das Waschen und Ankleiden der Verstorbenen sowie die Begleitung von Trauerzeremonien. Besonders wichtig ist dabei ein würdevoller Umgang mit den Verstorbenen und ihren Angehörigen.
Viele Familien möchten sich am offenen Sarg noch einmal persönlich verabschieden. Auch dafür werden entsprechende Räumlichkeiten bereitgestellt.
„Viele Menschen bedanken sich persönlich bei mir und meinem Team für die Betreuung. Das berührt uns immer wieder sehr und gibt uns positive Kraft und Energie für unseren manchmal durchaus anstrengenden, aber zugleich sehr schönen Beruf“, so Matheuschitz.
Die Arbeit in der Bestattungsbranche verlangt viel von den Mitarbeitern. Deshalb setzt Bestattung Kärnten nach eigenen Angaben neben der fachlichen Ausbildung auch auf Supervision und psychologische Betreuung.
Geschäftsführer Roman Macher betont, dass trotz der notwendigen Einsatzbereitschaft rund um die Uhr auch flexible Arbeitszeitmodelle für Eltern angeboten werden.
Eine weitere Auszeichnung hebt Geschäftsführer Mag. Walter Egger hervor: Das Unternehmen wurde 2026 nach eigenen Angaben als einziges Bestattungsunternehmen in Österreich mit dem deutschen ZERT-Qualitätssiegel nach EN 15017 ausgezeichnet. Dabei werden die betrieblichen und organisatorischen Abläufe jährlich von externen Spezialisten überprüft.
Foto: STW/Alexandra Maier