19 Menschen haben seit Jahresbeginn 2026 bei Verkehrsunfällen in Kärnten ihr Leben verloren. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Mobilitätsorganisation VCÖ hervor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Verkehrstoten zurückgegangen.
Noch könnte Kärnten heuer einen neuen Tiefstand erreichen. Der bisher niedrigste Wert seit Beginn der Unfallstatistik wurde 2022 mit 21 Todesopfern verzeichnet.
Besonders betroffen waren in den ersten zehn Monaten des Jahres Motorradfahrer. Laut vorläufigen Zahlen des VCÖ verteilen sich die häufigsten Opfergruppen wie folgt:
Seit dem Jahr 2000 kamen in Kärnten insgesamt 1.161 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
„Wichtig ist es, die Zahl der schweren Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren und damit Menschenleben zu retten. Die zentralen Faktoren für die Verkehrssicherheit sind die Geschwindigkeit, die Aufmerksamkeit und die Infrastruktur“, erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Die Mobilitätsorganisation spricht sich unter anderem für Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen, mehr Radarkontrollen und Tempo 30 in Wohngebieten sowie im Umfeld von Schulen und Seniorenheimen aus. Auch baulich getrennte Radwege und sichere Straßenübergänge sollen dazu beitragen, schwere Unfälle zu verhindern.
Im Bundesländervergleich verzeichnet Kärnten mit 19 Todesopfern die viertniedrigste absolute Zahl. Weniger Verkehrstote gab es in Wien mit acht, Vorarlberg mit neun und dem Burgenland mit zehn. Die meisten Todesopfer wurden in Niederösterreich mit 91 registriert. Österreichweit kamen seit Jahresbeginn 304 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Foto: Mein Klagenfurt/Archiv