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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Geringe Überlebenschancen und schwer zu behandeln

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Geringe Überlebenschancen und schwer zu behandeln. Foto: Depositphotos.com

Der 21. November ist Welt-Pankreas-Krebstag. Jedes Jahr wird bei rund 1.600 Menschen in Österreich und 150 Menschen in Kärnten Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Anders als bei einigen anderen Krebserkrankungen ist hier die Chance auf Heilung noch immer sehr gering. Die einzige Chance ist die Operation, wenn der Tumor rechtzeitig erkannt wird.

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan wurde als eines der einzigen zwei Zentren in Österreich für Behandlungen von Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse und des Darms zertifiziert.

Der 21. November ist Welt-Pankreas-Krebstag. Das vorrangige Ziel ist es Bewusstsein für Bauchspeicheldrüsenkrebs zu schaffen. Dieses Anliegen teilt auch das Krankenhaus in St. Veit/Glan. Das Ordensspital der Barmherzigen Brüder betreibt als eines der wenigen Krankenhäuser in Österreich ein spezialisiertes Viszeralonkologisches Zentrum, in dem Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und des Darms behandelt werden. Jedes Jahr werden hier rund 80 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs behandelt.

Bauchspeicheldrüsenkrebs verläuft oft ohne Symptome
Die Bauchspeicheldrüse – in der medizinischen Fachbezeichnung Pankreas genannt – ist ein kleines Organ und produziert Hormone, die den Blutzuckerspiegel regeln, sowie Verdauungsenzyme, die einen wichtigen Beitrag zur Spaltung der Nahrungsbestandteile leisten.
Bauchspeicheldrüsenkrebs stellt eine der aggressivsten bösartigen Erkrankungen dar.
Die Erkrankung verläuft oft lange symptomlos. Es gibt aber eine Reihe von Anzeichen, die auf eine Erkrankung an der Bauchspeicheldrüse hinweisen können. Dazu zählen Übelkeit, Oberbauchschmerzen, unerklärlicher Gewichtsverlust oder Durchfall.
Anders als bei einigen anderen Krebserkrankungen ist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs die Chance auf Heilung noch immer sehr gering. Der Grund liegt darin, dass ein Pankreaskarzinom häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. „Die Bauchspeicheldrüse liegt hinter dem Magen und ist umgeben vom Darm. Daher ist sie für diagnostische Verfahren schwer zugänglich“, erklärt der Vorstand der Chirurgie und Ärztlicher Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit, Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS.

Diagnose kommt meist zufällig
Deutliche Symptome wie starke Schmerzen, deutlicher Gewichtsverlust oder Gelbsucht treten erst auf, wenn die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist. „Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs ist oft ein Zufallsbefund. Bei vielen Patienten lässt sich nach wie vor nicht feststellen, was ihre Erkrankung tatsächlich ausgelöst hat“, schildert Tschmelitsch und ergänzt: „Es erkranken auch vollkommen gesund lebende Menschen an der Bauchspeicheldrüse“. Fest steht jedoch, dass Rauchen und der übermäßige Genuss von Alkohol hohe Risikofaktoren darstellen. Ein höheres Erkrankungsrisiko haben auch Diabetiker oder Menschen, die an einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung leiden.

Spezialisten mit eigenem Zentrum
Für die Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse hat das St. Veiter Krankenhaus ein spezielles, interdisziplinäres Behandlungszentrum unter der Leitung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Tschmelitsch, FACS aufgebaut, um für jeden Patienten das beste Ergebnis zu erzielen. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan wurde als eines der einzigen zwei Zentren in Österreich für Behandlungen von Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse und des Darms zertifiziert. Chirurgen, Anästhesisten, Strahlen- und Nuklearmediziner, Onkologen, Gastroenterologen, Pathologen und andere Disziplinen arbeiten im Zentrum fachübergreifend zusammen. Eingebunden sind auch niedergelassene Ärzte und Pflegedienste. Tumore im Bauchraum können so in konstant hoher onkologischer Qualität behandelt werden.

Operation ist einzige Chance auf Heilung
Operationen an der Bauchspeicheldrüse sollten nur in wenigen Krankenhäusern mit entsprechender Expertise durchgeführt werden. Sie zählen wegen der Nähe zu lebenswichtigen Organen und Blutgefäßen zu den schwierigsten im Bauchraum. Für die Chirurgen und Onkologen ist Bauchspeicheldrüsenkrebs damit eine der größten Herausforderungen.
Die Entscheidung für die Operation treffen Radiologie und Chirurgie gemeinsam mit dem Tumorboard auf Basis der Lage und Beschaffenheit des Tumors. Bei 20-30 Prozent der Patienten kann der Tumor mit einer Operation entfernt werden.

Pankreaschirurgie ist eine Hochrisikochirurgie
Für die Chirurgen ist eine operative Entfernung der Bauspeicheldrüse eine große Operation, die mehrere Stunden (4-6!) dauert.  Die Betroffenen profitieren bei dieser schwierigen Operation von der langjährigen Erfahrung der chirurgischen Abteilung des Ordenskrankenhauses St. Veit. „Die Operateure entfernen den befallenen Anteil der Bauchspeicheldrüse sowie die Lymphknoten und das umgebende Gewebe.“ Manchmal, so der Spezialist, kann man den Tumor nicht komplett entfernen –  das ist dann der Fall, wenn er zu weit in die Umgebung hineingewachsen ist.
Da die Operation der einzige Weg zu einer möglichen Heilung ist, wird heute auch versucht, lokal fortgeschrittene Tumore im Vorfeld mit Chemo- oder Radiochemotherapie vorzubehandeln. Denn auch in fortgeschrittenen Tumorstadien kann die Behandlung durch neue Medikamente und moderne Therapieverfahren entscheidend verbessert werden.

Hohe Rückfallquote
„Nicht jede Pankreaskrebs-Erkrankung ist tödlich – viele Patienten können nach einer Operation wieder gut leben“, sagt der Chirurg Prim. Univ.-Prof. Dr. Tschmelitsch, FACS.
Da das Pankreaskarzinom aber aufgrund seiner Aggressivität ein hohes Rückfallrisiko in sich birgt, ist auch die Nachsorge wichtig, um im Fall des Falles möglichst schnell reagieren zu können.

Experteninterview ,it ÄD Prim. Univ.-Prof. Dr. Tschmelitsch, FACS
 
1. Ist das Pankreaskarzinom auf dem Vormarsch – gibt es mehr Neuerkrankungen?
ÄD Prim. Univ.-Prof. Dr. Tschmelitsch, FACS: Über die letzten 10 Jahre war die Rate der Neuerkrankungen beim Karzinom relativ stabil. Es werden aber durch verbesserte bildgebende Verfahren deutlich häufiger bei Routineuntersuchungen Veränderungen entdeckt, die Vorläufer einer Krebserkrankung sein können. Dadurch werden häufiger Operationen in frühen Stadien möglich. Die Kunst ist, im Vorfeld harmlose Veränderungen von Krebsvorläufern zu unterscheiden. Auch deshalb sollte man sich in einem Zentrum behandeln lassen.

2. Bei wie viel Prozent der Betroffenen ist das Pankreaskarzinom NICHT mehr heilbar?
Das hängt vom Stadium bei der Diagnose ab. Der Prozentsatz der nicht mehr heilbaren Erkrankungen liegt bei circa 70 Prozent. Mit heutigen multimodalen Methoden lassen sich aber auch bei Patientinnen mit unheilbaren Erkrankungen lange Lebensphasen mit guter Lebensqualität erreichen

3. Wie unterscheiden Experten eine Bauchspeicheldrüsenentzündung von einem Karzinom?
Dies gelingt durch viel Erfahrung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mehrerer Experten.

4. Was weiß man über die Erkrankten? Sind es vor allem ältere oder doch jüngere Menschen, Männer oder Frauen?
Der Altersgipfel liegt zwischen 60 und 70 Jahren bei ungefähr gleicher Geschlechterverteilung.

5. Bei der Operation wird ja nicht nur der Tumor entfernt, sondern auch ein Teil der Bauchspeicheldrüse. Reicht der verbliebene Rest für ein normales Leben?
In aller Regel ja, da mit modernen Medikamenten die postoperative Einstellung der Hormonfunktionen gut möglich ist. Selbst das völlige Fehlen der körpereigenen Insulinproduktion und die folgende Zuckerkrankheit lassen sich meist gut behandeln.

Foto: Depositphotos.com

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