Pressemeldungen Mai 2026
Studierende der Uni Klagenfurt führen Qualifikation bei Robotik-Wettbewerb an
Das Studierendenteam „BrokenArm“ der Universität Klagenfurt erreichte in der Qualifikation zur „Robotic Grasping and Manipulation Competition“ die höchste Gesamtpunktezahl. Der Wettbewerb findet von 2. bis 4. Juni im Rahmen der IEEE International Conference on Robotics and Automation in Wien statt.
In der bisherigen Qualifikationsphase erreichte das Klagenfurter Team die höchste Gesamtpunktezahl unter zwölf internationalen Teams. Laut Veranstaltern bleibt die Rangliste jedoch dynamisch, da die teilnehmenden Gruppen ihre Systeme laufend weiterentwickeln und neue Ergebnisse einreichen können.
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen sogenannte „Human-to-Robot Handovers“. Dabei müssen Roboter unbekannte Gegenstände mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften wie Masse, Steifigkeit oder Inhalt sicher entgegennehmen und handhaben. Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch Transparenz, Verdeckungen und Reflexionen.
Geleitet wird das Team von Nadezhda Varzonova, die seit dem Sommersemester 2023 das Bachelorstudium „Robotics and Artificial Intelligence“ an der Universität Klagenfurt absolviert und in der Forschungsgruppe Smart Systems Technology von Hubert Zangl arbeitet. Zum Team gehören außerdem Daniel Bugelnig, Markus Kräuter, Valerian Pichler und Christoph W. Rauter.
Nadezhda Varzonova erklärt: „In den vergangenen Monaten habe ich dieses Team von Grund auf aufgebaut und geleitet, von der Rekrutierung und Strukturierung des Teams über die Definition der Systemarchitektur bis hin zur Koordinierung der Entwicklung und der Mitwirkung an der Umsetzung unserer Technologien. Was als abstrakter Plan begann, entwickelte sich zu einem voll funktionsfähigen, autonomen Robotersystem.“
Für die Qualifikation absolvierte das Team laut Varzonova insgesamt 288 Konfigurationen gemeinsam mit freiwilligen Testpersonen. Varzonova sagt dazu: „Wir sind ein Team, das zum ersten Mal teilnimmt und diese Arbeit neben dem Studium und anderen Verpflichtungen unter einen Hut bringen muss.“
Die Teammitglieder bringen unterschiedliche technische und wissenschaftliche Erfahrungen mit. Markus Kräuter gründete bereits ein eigenes Softwareunternehmen. Daniel Bugelnig erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Best Performer Award der Fakultät für Technische Wissenschaften sowie ein Digitalisierungsstipendium des Landes Kärnten. Christoph W. Rauter veröffentlichte bereits als Co-Autor eine wissenschaftliche Arbeit, die 2023 bei einer Konferenz in Toronto vorgestellt wurde. Valerian Pichler studiert derzeit im Masterstudium „Information and Communications Engineering“.
Für ihre weitere wissenschaftliche Laufbahn wurde Nadezhda Varzonova inzwischen für das Masterstudium Robotik an der EPFL in der Schweiz aufgenommen.
Abschließend betont sie: „Unabhängig vom endgültigen Ausgang des Wettbewerbs hoffe ich, dass diese Initiative über dieses Jahr hinaus fortgesetzt wird und dass sich in Zukunft noch stärkere Teams herausbilden. Meiner Ansicht nach ist der wichtigste Schritt, eine solche Initiative überhaupt erst ins Leben zu rufen und dann schrittweise aus den praktischen Erfahrungen des Wettbewerbs zu lernen.“
Foto: aau/Müller