Wer in Klagenfurt eine Wohnung neu mieten möchte, muss derzeit deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wie eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 zeigt, legten die Angebotspreise am privaten Mietwohnungsmarkt in der Kärntner Landeshauptstadt zwischen Jänner und April 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent zu.
Die durchschnittliche Bruttomiete für neu angebotene Wohnungen liegt damit aktuell bei 16,99 Euro pro Quadratmeter. Klagenfurt zählt damit gemeinsam mit Graz zu den Städten mit den stärksten Preissteigerungen in Österreich. Graz verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von 11 Prozent auf 15,15 Euro pro Quadratmeter.
Im österreichweiten Vergleich liegt Klagenfurt mit 16,99 Euro pro Quadratmeter unter den teureren Städten. In Innsbruck werden aktuell durchschnittlich 24,23 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Wien 22,45 Euro und in Salzburg 21,96 Euro. Günstiger wohnen Mieter weiterhin etwa in St. Pölten mit 13,35 Euro oder Eisenstadt mit 14,59 Euro pro Quadratmeter.
Als Grund für den deutlichen Anstieg werden unter anderem Neubauwohnungen genannt. Gerade in kleineren Wohnungsmärkten wie Klagenfurt könnten einzelne neue Wohnanlagen die durchschnittlichen Angebotspreise spürbar beeinflussen.
„Ein kleiner Mietmarkt wie Klagenfurt wird von einzelnen Gebäuden und Angeboten stark beeinflusst. Da Neubau Objekte in der Regel wesentlich teurer sind als gebrauchte Immobilien, führen sie zu einem Anstieg der lokalen durchschnittlichen Angebotspreise“, erklärt Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.
Für die Analyse wurden mehr als 35.000 Wohnungsinserate aus den Zeiträumen Jänner bis April 2025 und 2026 ausgewertet. Grundlage sind Bruttomieten, also Nettomiete inklusive Betriebskosten, jedoch ohne Heiz und Stromkosten. Als Berechnungsmethode wurde der Median verwendet, damit einzelne besonders teure oder günstige Wohnungen die Ergebnisse nicht verzerren.
Foto: Mein Klagenfurt