Pressemeldungen Juni 2026
Zustand der Kärntner Landesstraßen wird digital überprüft
Das Kärntner Landesstraßennetz wird ab Herbst erneut mit modernster Technik digital überprüft. Die Kärntner Landesregierung hat dafür in ihrer heutigen Sitzung eine europaweite Ausschreibung beschlossen. Ziel ist es, den Zustand aller Landesstraßen objektiv zu erfassen und künftige Sanierungen gezielter zu planen.
Wie Straßenbaureferent LH-Stv. Martin Gruber erklärt, sei ein funktionierendes Straßennetz entscheidend für Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung in Kärnten. „Mit der digitalen Zustandserhebung erhalten wir eine flächendeckende, objektive Datengrundlage, um notwendige Sanierungen frühzeitig zu erkennen und unsere Investitionen noch zielgerichteter zu setzen“, so Gruber.
Bereits seit rund 25 Jahren überprüft das Land Kärnten regelmäßig den Zustand seines Straßennetzes. Während früher Fachkräfte die Straßen vor Ort begutachteten, kommen seit 2020 spezielle Messfahrzeuge zum Einsatz. Diese erfassen unter anderem Fahrbahnoberflächen, Unebenheiten, Risse und Straßenstrukturen und liefern zusätzlich umfangreiche Videodaten.
Insgesamt umfasst das Kärntner Landesstraßennetz rund 2.750 Kilometer. Da die vollständige digitale Erfassung bis zu einem Jahr dauern kann, soll das Projekt bereits heuer starten. Die Ausschreibung und Vergabe erfolgen gemeinsam mit dem Land Steiermark, um Kosten zu senken und den Aufwand zu reduzieren.
Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für den sogenannten Gütekataster, auf dessen Basis festgelegt wird, welche Straßen künftig vorrangig saniert werden. Die nächste Prioritätenreihung soll ab 2028 gelten und bis 2033 als Grundlage für Investitionen dienen.
Laut Land Kärnten hilft die digitale Zustandserfassung dabei, Schäden frühzeitig zu erkennen und größere Sanierungen möglichst zu vermeiden. Dadurch sollen Verkehrssicherheit, Lebensdauer der Straßen und ein effizienter Einsatz öffentlicher Mittel langfristig verbessert werden.
Foto: Symbolbild