Pressemeldungen Juni 2026
ÖBB-Messbericht: Trotz mehr Güterzügen bleibt Bahnlärm am Wörthersee weitgehend stabil
Die Wörthersee-Bahnstrecke in Kärnten stand 2025 wegen zusätzlicher Güterzüge infolge der Tauernsperre stärker unter Belastung. Dennoch zeigt der neue ÖBB-Messbericht für Velden am Wörthersee, dass die Lärmbelastung für Anrainer weitgehend stabil geblieben ist.
An der seit 2020 gemeinsam von den ÖBB und dem Land Kärnten betriebenen Messstelle in Velden werden regelmäßig die Geräuschwerte entlang der Bahnstrecke erhoben. Ziel ist es, die Wirkung von Maßnahmen zur Verringerung von Bahnlärm zu überprüfen.
Der aktuelle Bericht zeigt: Im Jahr 2025 waren wegen Umleitungen infolge der Sperre des Tauerntunnels deutlich mehr Güterzüge auf der Wörthersee-Bahnstrecke unterwegs. Von Jänner bis Anfang Juli nahm die Zahl der Güterzüge um rund 42 Prozent zu.
Trotz dieser zusätzlichen Belastung erhöhte sich der für Anrainer relevante nächtliche Beurteilungspegel, also die durchschnittliche Lärmbelastung über längere Zeit, laut ÖBB lediglich um ein Dezibel gegenüber dem Vorjahr. Tagsüber blieb die Veränderung minimal.
Gleichzeitig wurden die einzelnen Zugvorbeifahrten leiser. Vor allem bei Güterzügen sank der Geräuschpegel seit 2020 deutlich. Laut Messbericht liegt das vor allem daran, dass mittlerweile mehr als 98 Prozent der Güterwagen mit lärmarmer Technik unterwegs sind. Der durchschnittliche Geräuschpegel einzelner Güterzüge sank seit 2020 um rund vier Dezibel.
Neben leiseren Güterwagen hätten laut ÖBB auch Investitionen in Bahnanlagen, modernes Wagenmaterial und Schallschutzwände zur Entlastung beigetragen.
Die langfristige Entwicklung entlang der Bahnstrecke am Wörthersee wird insgesamt positiv bewertet. Selbst wenn der Güterverkehr in Zukunft weiter zunehmen sollte, gehen die ÖBB davon aus, dass die Lärmbelastung unter früheren Werten bleiben wird.
Foto: ÖBB/Dinhobl