Pressemeldungen Juni 2026
Innenstadt keine Bühne für Krawallfahrer: Geier fordert härtere Maßnahmen
Nach neuerlichen Beschwerden über Verkehrsposer, aufheulende Motoren und nächtliche Runden durch die Klagenfurter Innenstadt kündigt Stadtrat Julian Geier für den Gemeinderat am Mittwoch einen Dringlichkeitsantrag an. Damit soll eine Resolution an die Bundesregierung beschlossen werden, um endlich eine klare gesetzliche Grundlage für wirksame Lärm-Kontrollen im Straßenverkehr zu schaffen.
„Wer mit seinem Auto durch Herrengasse, Priesterhausgasse, Bahnhofstraße oder entlang der Ostbucht lärmt, provoziert und die Stadt als private Rennstrecke missbraucht, hat den Sinn des Zusammenlebens nicht verstanden. Unsere Innenstadt ist keine Bühne für Krawallfahrer. Die Ostbucht und die historische Innenstadt sind Klagenfurter Juwelen. Diese Qualität lassen wir uns nicht von ein paar rücksichtslosen Lenkern kaputtmachen“, so Geier.
Immer wieder würden Bürgerinnen und Bürger von aufheulenden Motoren, unnötigen Beschleunigungsmanövern und wiederkehrenden Rundfahrten berichten. Für Anrainer, Gäste, Familien und Gastronomie sei das eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität. „Es kann nicht sein, dass wenige Poser mit ihren Fahrzeugen ganze Straßenzüge terrorisieren und die Mehrheit das einfach hinnehmen soll“, stellt Geier klar.
Dabei gehe es ausdrücklich nicht um Autofeindlichkeit. „Die Menschen sollen in die Stadt fahren können. Eine generelle autofreie Innenstadt ist nicht die Lösung. Aber wer sein Fahrzeug bewusst als Lärminstrument verwendet, braucht keine Ausrede, sondern eine Konsequenz.“
Zwar sei ungebührlicher Fahrzeuglärm bereits verboten, für automatisierte und rechtssichere Kontrollen mit sogenannten Lärmblitzern brauche es aber die entsprechenden bundesgesetzlichen Grundlagen. „Wenn der Staat Geschwindigkeit kontrollieren kann, dann muss er auch jene wirksam kontrollieren können, die mit manipulierten oder bewusst laut gefahrenen Fahrzeugen ganze Straßenzüge belasten. Wir brauchen endlich ein Instrument, das wirkt: klare Rechtsgrundlagen, klare Kontrollen und klare Strafen“, fordert Geier.
Der Gemeinderat soll daher am Mittwoch per Dringlichkeitsantrag eine Resolution an die Bundesregierung beschließen. Ziel ist eine Anpassung der rechtlichen Grundlagen, damit Polizei und Behörden künftig automatisierte Lärmmessungen einsetzen und Verstöße auch rechtssicher ahnden können.
„Klagenfurt soll lebendig sein, aber nicht rücksichtslos. Wer in unsere Innenstadt kommt, ist willkommen. Wer sie als Krawallstrecke missbraucht, muss spüren, dass der Rechtsstaat stärker ist als sein Auspuff“, so Geier abschließend.
Foto: Symbolbild